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„Der Einzelne zählt – egal wo“
Sonntag, den 08. November 2009

 

Bonifatiuswerk eröffnet Diaspora-Aktion 2009 in Görlitz

2009_11_08_bonifatiusMit einem feierlichen Festgottesdienst in der St. Jakobus-Kathedrale in Görlitz eröffnete heute das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken die Diaspora-Aktion 2009 unter dem Leitwort „Der Einzelne zählt – egal wo“. In der Festrede, im anschließenden Festakt, betonte der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, er sehe eine Chance, „kirchenferne Menschen wieder für die Gemeinschaft in den christlichen Gemeinden zu interessieren, sie auch zurückzuholen in die Welt des Glaubens“.

Zwar hätten vier Jahrzehnte kirchenfeindlicher SED-Politik Spuren in der Gesellschaft hinterlassen, sagte Tillich einen Tag vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls. „Es ist der SED gelungen, in weiten Teilen der ostdeutschen Gesellschaft Werte und Kultur von ihren Wurzeln im Christentum zu trennen“. Jedoch, betonte der sächsische Ministerpräsident, dass dies nicht zugleich zu einem Werteverfall geführt habe. Auch diejenigen, die keiner christlichen Kirche angehörten, immerhin drei Viertel aller Sachsen, würden moralisch fühlen und handeln, wie es Christen tun. Daran könnten Christen anknüpfen.

Als Diasporakatholik bedankte sich Tillich für die Hilfe des Bonifatiuswerkes, „ein Zeichen, dass wir hier in der Diaspora zwar weit weg, aber nicht vergessen sind“. Die Unterstützung des Bonifatiuswerkes ermögliche es Katholiken in der Diaspora geholfen werde, ihren Glauben zu leben und damit Freiheit zu gestalten. Die Arbeit des Hilfswerkes treffe damit den Kern der Religionsfreiheit, „dass wir unseren Glauben nicht nur hinter verschlossenen Türen leben, wie es die SED wollte, sondern ganz selbstverständlich als Christen in die Gesellschaft hineinwirken“.

Der Eröffnungsgottesdienst, der vom ZDF live übertragen wurde, leitete der Bischof von Görlitz, Dr. Konrad Zdarsa, sowie der Bischof von Reykjavik/Island, Peter Bürcher, und der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen. „Der beste Zeuge für das Evangelium ist und bleibt der stimmige, glaubwürdige Mensch“, erklärte Bischof Zdarsa in seiner Predigt. „Der Einzelne zählt, ob in seiner Bedürftigkeit oder Hochherzigkeit.“

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Bischof Dr. Konrad Zdarsa: Faszination des Materiellen beschränkt Freiheit
Freitag, den 06. November 2009

 

Die Herausforderungen für die katholische Kirche in Ostdeutschland sind auch 20 Jahre nach dem Mauerfall nicht geringer geworden. Das sagte der Bischof Dr. Konrad Zdarsa, dem Münchner Kirchenradio. Zu DDR-Zeiten sei die Freiheit der Menschen durch äußeren politischen Druck eingeschränkt gewesen. Heute werde sie durch die Faszination des Materiellen beschränkt. Die Freiheit sei aber die Grundlage für eine wahre Mission, so Zdarsa weiter. Wer diese Herausforderung annehme, finde heute ein weites Feld vor, um sich als Christ zu betätigen. Durch die friedliche Revolution habe die Kirche mehr Öffentlichkeit bekommen. Das sei wohltuend und mache Mut, christliche Inhalte zu verkünden. Bischof Zdarsa äußerte sich anlässlich der Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerks, die am 8. November mit einem Pontifikalgottesdienst in der Görlitzer St. Jakobus Kathedrale startet. Höhepunkt der Aktion ist der Diasporasonntag am 15. November. An diesem Tag sammelt das Werk bundesweit in den Gottesdiensten Spenden für Katholiken in der Minderheit. (ph)

 

Diaspora-Aktion 2009

 

Hören Sie hier Bischof Zdarsa im Interview

 
Kochbuch präsentiert die Lieblingsgerichte der Bischöfe
Dienstag, den 27. Oktober 2009

 

2009-10-27_kochbuchHätten Sie’s gewusst? Bischof Dr. Konrad Zdarsa genießt „Eierkuchen mit Preiselbeeren“, während Altbischof Rudolf Müller „Pellkartoffeln und Quark“ bevorzugt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, empfiehlt „Sauerbraten auf Rheinische Art“ – wessen Leibspeise aber ist Entenbrust mit Rotwein-Sauerkirsch-Sauce?  68 deutsche Kardinäle, Bischöfe, Weihbischöfe und emeritierte Bischöfe verraten in dem vom Bauer-Verlag herausgegebenen Buch das Rezept ihrer Leibspeise.

Mit dem Erlös dieses Buches finanziert Herausgeber Helmuth Knörzer armen und bedürftigen Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion die Pilgerreise zum Weltjugendtag 2011 in Madrid. Gewürzt ist diese außergewöhnliche Lektüre mit Anekdoten aus dem Leben der Oberhirten. Eine Bitte äußert der Herausgeber Helmuth Knörzer in seinem Vorwort: Die zukünftigen Gastgeber der Bischöfe mögen diesen doch bitte in Zukunft das Lieblingsgericht eines Mitbruders kochen, da jeder seine eigene Leibspeise natürlich bestens kennt.

„Der Tisch ist gedeckt - Was Bischöfen schmeckt“ wird von Helmuth Knörzer herausgegeben und ist im Bauer-Verlag Thalhofen erschienen; ISBN 978-3-934509-97-9; VK 14,90 Euro; Format: 17 x 24 cm; 160 Seiten; feste Decke; vierfarbig

 
Bundesweite Eröffnung der Diaspora-Aktion 2009 am 8. November in Görlitz
Sonntag, den 25. Oktober 2009

 

2009-10-26_bonifatius„Der Einzelne zählt – egal wo.“ Unter diesem Motto eröffnet das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken am 8. November 2009 in Görlitz seine diesjährige bundesweite Spendenaktion mit einem ZDF-Fernsehgottesdienst.

„Der Einzelne zählt – egal wo.“ So umschreibt die Diaspora-Aktion 2009 die zentrale Erfahrung, die allen Christen Zuversicht gibt – besonders jenen, die weit verstreut voneinander leben: „Für Gott bin ich wichtig. Wir dürfen auf ihn vertrauen: sein Geist wirkt in unserer Zeit.“ Zugleich stellt das Bonifatiuswerk damit jedoch die Frage, wer diese Botschaft den Mitmenschen und Kindern vermittelt. Auf dem Aktionsplakat blicken zwei Kinderaugen den Betrachter herausfordernd an: Wer erklärt Kindern, aber auch Erwachsenen den Glauben, dass es einen Gott gibt, der jeden Einzelnen liebt und zu ihm steht, auch wenn Unangenehmes im Leben auf ihn zukommt?

 

 9.30 Uhr      

Pontifikalamt mit dem Bischof von Görlitz, Dr. Konrad Zdarsa, und dem Bischof von Reykjavik, Pierre Bürcher sowie u. a. Msgr. Georg Austen in der St. Jakobus-Kathedrale zu Görlitz 

10.45 Uhr Festveranstaltung im St. Otto-Stift
Begrüßung: Präsident Georg Freiherr von und zu Brenken
Grußwort: Bischof Dr. Konrad Zdarsa
Festrede: Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)
Abschluß: Generalsekretär Msgr. Georg Austen
 
Impressionen

"Boni-Tour durch das Bistum Görlitz" mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Diözese.

 

Ausstellung
160 Jahre Bonifatiuswerk

Wir laden Sie herzlich zur Mitfeier des Gottesdienstes ein!

( Hinweis: Aufgrund der Live-Übertragung des Gottesdienstes im ZDF werden alle Gottesdienstteilnehmer gebeten, bis 9.00 Uhr ihre Plätze einzunehmen! )

 

 
Pfarrer Klaus Kucharski verstorben
Freitag, den 16. Oktober 2009

 

Gott, der Herr über Leben und Tod, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, hat den Priester des Bistums Görlitz

Pfarrer Klaus Kucharski

 

in den frühen Morgenstunden des 15. Oktober 2009 plötzlich in sein ewiges Reich gerufen.

 

Klaus Kucharski wurde am 1. Mai 1944 in Großräschen geboren und am 24. Juni 1972 in Großräschen zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Hoyerswerda und Lübben absolvierte er in den Jahren 1978 bis 1981 ein Aufbaustudium in Erfurt. 1981 wurde er Kaplan in Cottbus, St. Maria Friedenskönigin, bevor er von 1982 bis 1987 im Priesterseminar Bernardinum in Neuzelle das Amt des Subregens inne hatte. Im Jahr 1988 übertrug ihm Bischof Bernhard Huhn die Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Bad Muskau. Pfarrer Kucharski war dann von 1991 bis 1996 Kuratialpfarrer in Reichenbach-Mengelsdorf und übernahm 1996 die Pfarrkuratie St. Josef in Niesky.

Das Requiem für ihn feiern wir am Freitag, den 23. Oktober, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef in Niesky. Die Beerdigung auf dem Friedhof von Jauernick am gleichen Tag beginnt um 13 Uhr.

Klaus Kucharski war in der Region auch bei Motorradfahrern besonders beliebt. Alljährlich hielt er im Frühjahr einen Gottesdienst für die Zweiradfahrer und segnete ihre schweren Maschinen. Pfarrer Kucharski hat wenig Aufhebens gemacht um seinen selbstverständlichen Dienst in den Gemeinden. Möge er nun in Gottes Barmherzigkeit die Herrlichkeit schauen, die er als Priester den Menschen verkündet hat. Wir empfehlen ihn dem fürbittenden Gebet. R.i.p.

 
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