Die Kathedrale St. Jakobus in Görlitz

Die Kathedrale St. Jakobus ist die Bischofskirche des Bistums Görlitz. Sie heißt Kathedrale, weil in ihr die Kathedra, der Bischofsstuhl, steht. Daraus leitet sich ihre besondere Bedeutung als Mutterkirche des Bistums ab. Jede heilige Messe im Bistum wird in Gemeinschaft mit dem Bischof gefeiert.

Der neogotische Kirchbau erfolgte in den Jahren 1898 bis 1900 in Ziegelbauweise nach Vorbildern mittelalterlicher Baukunst aus Niederdeutschland. Der Breslauer Diözesanbaumeister Joseph Ebers, der die Pläne fertigte, schuf mit der St. Jakobus-Kirche nicht nur eine herausragende städtebauliche Dominante. Sie wurde eine seiner schönsten Sakralbauten.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche durch Artilleriebeschuss stark zerstört. In der Nachkriegszeit erfolgten Notreparaturen und Instandsetzungen. 1980/1981 wurde der  Altarraum umgestaltet. Von 2013 bis 2015 wurde die äußere Instandsetzung erfolgreich umgesetzt. Seit 10. Februar 2020 ist die Kathedrale aufgrund der Bauarbeiten für die Innensanierung geschlossen. Spätestens am 1. Advent 2021 soll sie wieder für Gottesdienste geöffnet sein.