22. Januar 2015

Über 70 Sänger proben mit Siegfried Fietz im St. Wenzeslaus-Stift in Jauernick und gestalten Konzert in Senftenberg

„Von guten Mächten und bewegten Zeiten“

unter diesem Thema stand die diesjährige Singe-Woche mit Siegfried Fietz, die am Montag, 19. Januar, im St. Wenzeslaus-Stift in Jauernick gestartet ist. Über 70 Sangesfreudige waren dabei. Seit über zehn Jahren kommen die Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands zu diesen Tagen, „die anstrengend, schön, immer eine gute Gemeinschaft und gut für meine Seele sind“, sagt eine Teilnehmerin.

Wie in Jahren zuvor studiert der Sänger, Liedermacher, Komponist, der Maler und Bildhauer …. Siegfried Fietz eine Woche lang Lieder ein, die am Ende der Woche in Konzerten präsentiert werden.

Am Samstag, den 24. Januar fand in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Senftenberg ein Konzert statt. Siegfried Fietz am Elektroklavier und Gerhard Barth an seinen Gitarren, begleiteten den Chor dabei.

„Menschen irren, Gott irrt nicht. … Ich bin gebunden an sein Wort…“ Texte von Jürgen Werth, vertont von Siegfried Fietz erklingen ebenso wie die von Dietrich Bonhoeffer, unter anderem: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.“  Lieder, die tiefer gehen können, als bis zum wärmenden Mantel. „Lieder, die die Seele erreichen und die geholfen haben, gesund zu werden“, sagt eine Sängerin, die zum dritten Mal bei den Wochen in Jauernick dabei ist.

Nachfolgend ein Bericht von Ute Mittermaier:

Zum diesjährigen Thema „Von guten Mächten und bewegten Zeiten“ lädt Liedermacher Siegfried Fietz sangesfreudige Menschen inzwischen traditionell in das St. Wenzeslaus Stift nach Jauernick ein. Eine anstrengende Woche mit vielen Proben und 68 Mitmenschen auf engstem Raum liegt hinter ihnen.

Für ihr Abschlusskonzert am 24. Januar haben sich die Sänger die Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Senftenberg ausgesucht. Sie sind erschöpft, als sie mit dem Bus anreisen, aber sie strahlen. „Die gemeinsame Woche gibt mir so viel Kraft für den Alltag“, lacht Eva-Maria Sawicki aus Klettwitz. Und Christa Kiermancz resümiert: „Die starken Liedertexte gehen mir so nahe, sie berühren meine Seele.“

Die Angekommenen stärken sich im Gemeindehaus St. Josef bei frischem Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und liebevoll geschmierten Schnittchen, die fleißige Helfer der Pfarrgemeinde vorbereitet haben. Siegfried Fietz kümmert sich unterdessen um seine Elektronik. Von Vertretern des Pfarrgemeinderates herzlich willkommen geheißen, meint der 68-jährige Chef ganz bescheiden: „Ich gebe den Menschen nur, was sie am meisten brauchen – Wärme.“

Vor 190 Gästen, die in die Kirche gefunden haben, singt der Chor unter der Leitung des Komponisten moderne christliche Lieder. Sie handeln von bunten Farben, dem vielfältigen Leben, vom Abenteuerland Mensch, dem Wunder jedes einzelnen, davon einander anzunehmen und Gott zu vertrauen. „Meine Cassette mit den Fietz-Liedern habe ich in meiner Jugendzeit so oft ab- und übergespielt, die wurde immer schlechter“, freut sich Uta Hruschka aus Hörlitz. Und Annegret Schulz aus Senftenberg erinnert sich an Neuhausen, an die Fietz Lieder, die man dort zusammentrug, tausendfach vervielfältigte, zu Liederheften mühsam zusammenlegte, lochte, zusammenheftete und dann gemeinsam sang. Der Chor unterbricht die Erinnerungen, ruft die Gemeinde zum gemeinsamen Singen auf, mitzumachen, sich zu umarmen. Die Freude überträgt sich. Der 24-jährige Chorsänger und Lokalmatador Benjamin Sawicki begeistert alle an der Orgel. Mit Bonhoeffers Gedicht an seine Frau endet das gelungene zweistündige Konzert, gemeinsam gesungen auf der Melodie des Siegfried Fietz, Gotteslob 804, „von guten Mächten treu und still umgeben….“

 

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