11. Oktober 2022

Rosenkranzmonat Oktober

In der ganzen Kirche und auch in unserem Bistum beten wir verstärkt im Oktober den Rosenkranz.
In Wittichenau feierte die Rosenkranzbruderschaft dieses Jahr sogar ihr 350 Jubiläum. 

Im Oktober ergeht an alle, die den Rosenkranz gerne besser kennen lernen würden, die besonderen Einladung, mitzubeten und die Kraft und den Segen des Rosenkranzes zu erfahren. Die Gottesmutter lädt uns eindringlich ein, den Rosenkranz zur Hand zu nehmen: „Mit dem Rosenkranz könnt ihr alle Probleme lösen!“

Am Freitag, den 07. Oktober feiert die Kirche das Fest unserer lieben Frau vom Rosenkranz.

>>>Im Oktober werden mehrere Rosenkranzandachten und Gebete angeboten und es ergeht herzliche Einladung an alle. Weitere Informationen sind hier zu finden<<<

Was ist der Rosenkranz und wie wird er gebetet?

Marienverehrung und Gebet

 

 

>>>Weitere Informationen zur Marienverehrung in der katholischen Kirche sind hier zu finden<<<

Die Entstehung des Rosenkranzes

Die ersten Erwähnungen, also das häufige wiederholen von Gebeten geht auf ungefähr 1080 zurück. Zu dieser Zeit wurde das „Ave Maria“ 150 mal wiederholt und gleichzeitig mit religiösen Texten, bevorzugt aus der Bibel, gebetet. 

1252 hat der Zisterzienserabt Stephan von Sallay die ersten 15 Rosenkranzgeheimnisse formuliert, die teilweise noch heute im Kern gebetet werden. Der Kartäusermönch Heinrich von Kalkar ist wohl dafür verantwortlich, dass das Ave Maria fünfmal in einem Zehnerblock gebetet wird und jeder Block jeweils mit einem „Vater unser“ beginnt und einem Ehre sei dem Vater endet. Diese Gewohnheit kam etwa um 1350 auf. 

Die heute gebräuchliche Form des Rosenkranzes entstand im Advent 1409. Der Trierer Kartäuser Dominikus von Preußen († 1460) fasste die Ereignisse des Lebens Jesu in 50 Schlußsätzen (clausulae) zusammen, die sich an den (damals allein üblichen) ersten Teil des „Ave Maria“ anschlossen. Adolf von Essen, ebenfalls aus dieser Kartause, verkürzte die „clausulae“ auf 15. 

Die heutige Gestalt bekam er in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts im Kartäuserkloster in Trier. Dazu gibt es eine Erzählung: Dominik aus Preußen hatte seinen Beitrag dazu, denn er brachte Maria jeden Tag einen Kranz aus Rosen. Eines Tages hatte er nach seinem Eintritt in ein Kloster keine Zeit mehr dazu und befrage deshalb seinen Beichtvater, was er tun könne. Dieser rat ihm anstatt des Kranzes Gebete zu beten. So entstand der Rosenkranz. Eine der bedeutensten Anleitungen zum Gebet im Christentum. 

Gebetet wird der Rosenkranz wie folgt: 

Apostolisches Glaubensbekenntnis – das Kreuz wird in der Hand gehalten 

  • „Ehre sei dem Vater“ – vor der ersten großen Perle 
  • „Vater unser“ – an der ersten großen Perle 
  • drei „Ave Maria“ mit eingefügten Bitten, an den folgenden drei kleinen Perlen 
  1. um Glaube: Jesus, der in uns den Glauben vermehre 
    2. um Hoffnung: Jesus, der in uns die Hoffnung stärke und 
    3. um Liebe: Jesus, der in uns die Liebe entzünde 
  • „Ehre sei dem Vater“ 
  • 50 „Ave Maria“, in Zehnergruppen gegliedert. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein Geheimnis eingefügt s.u.

Jedes Gesätz wird eingeleitet mit dem „Vater unser“ (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem „Ehre sei dem Vater“ (vor der nächsten großen Perle).

Den Abschluß des Rosenkranzes bildet meist eine Marianische Antiphon, etwa das „Salve Regina“. Man betet den Rosenkranz abwechselnd mit den freudenreichen, glorreichen, lichtreichen und schmerzhaften Geheimnissen. Diese Gebete lauten: 

Freudenreichen Geheimnisse 

… Jesus, den Du o Jungfrau vom heiligen Geist empfangen hast 
… Jesus, den Du o Jungfrau zu Elisabeth getragen hast 
… Jesus, den Du o Jungfrau zu Bethlehem geboren hast 
… Jesus, den Du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast 
… Jesus, den Du o Jungfrau im Tempel wiedergefunden hast 

Lichtreichen Geheimnisse 

… Jesus, der von Johannes getauft worden ist 
… Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana geoffenbart hat 
… Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat 
… Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist 
… Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat 

Schmerzhaften Geheimnisse 

… Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat 
… Jesus, der für uns gegeißelt worden ist 
… Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist 
… Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat 
… Jesus, der für uns am Kreuz gestorben ist 

Glorreichen Geheimnisse 

… Jesus, der von den Toten auferstanden ist 
… Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist 
… Jesus, der uns den heiligen Geist gesandt hat 
… Jesus, der Dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat 
… Jesus, der Dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat 

 

Üblich ist es, die freudenreichen Geheimnisse am Montag und Samstag, die lichtreichen am Donnerstag, die schmerzhaften am Dienstag und am Freitag, und die glorreichen am Mittwoch und am Sonntag zu beten.

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