22. Dezember 2022

Diamantenes Priesterjubiläum von Prälat Peter Canisius Birkner

Diamantenes Priesterjubiläum von Prälat Peter Canisius Birkner

Prälat Peter Canisius Birkner feiert am 26. Dezember sein Diamantenes Priesterjubiläum. Von 1981 bis 1995 war er Generalvikar. Ihm ist es mit zu verdanken, dass Görlitz seit fast 30 Jahren ein Bistum ist.

Es ergeht herzliche Einladung zum Festgottesdienst in der St. Jakobus Kathedrale: 26. Dezember 10 Uhr.
Predigt: Bischof Wolfgang Ipolt. Im Anschluss an die Heilige Messe Empfang im Otto-Stift.

An seinem Weihetag, dem 22. Dezember feierte der Jubilar sein diamantenes Priesterjubiläum in der Hauskapelle von St. Carolus.

Bischof Wolfgang Ipolt, Generalvikar Markus Kurzweil und Dompropst Alfred Hoffmann kamen von Seiten des Ordinariates  und Pfarrer Roland Elsner kam mit Diakon Bernd Schmuck von Seiten der Pfarrei. Im kleinen Kreise dankte Prälat Petrus Canisius Birkner Gott für das Jubiläum seiner Priesterweihe während er das heilige Messopfer darbrachte.

Die Festmesse am 26. Dezember wird in der Kathedrale St. Jakobus gefeiert.

Markus Kurzweil, Petrus Canisius Birkner, Bischof Wolfgang Ipolt und Dompropst Alfred Hoffmann. Foto: Bistum Görlitz

Pfarrer Roland Elsner, Prälat Petrus Canisius Birkner und Diakon Bernd Schmuck beim Heiligen Messopfer zum Jubiläum. Foto: Bistum Görlitz

 

 

Prälat Peter Canisius Birkner feiert am 26. Dezember sein Diamantenes Priesterjubiläum. Von 1981 bis 1995 war er Generalvikar. Ihm ist es mit zu verdanken, dass Görlitz seit fast 30 Jahren ein Bistum ist.

Prälat Peter Canisius Birkner ist hellwach geblieben. Hier mit einem Buch von Gerhard Lohfink mit dem Titel „Die Worte Jesu“. Zu Haus ist er jetzt in seiner kleinen Wohnung im Altenzentrum Hildegard Burjan in Görlitz-Rauschwalde. Foto: Holger Jakobi

 

 

Folgender Beitrag von Holger Jakobi: „Mit freundlicher Genehmigung des St.Benno-Verlages / Katholische Wochenzeitung Tag des Herrn“

Wenn heute Prälat Peter Canisius Birkner auf seine 60 Priesterjahre zurückblickt, bleiben seine Gedanken an drei Stationen besonders hängen. Die ersten beiden haben mit Papst Johannes Paul II. zu tun. Gern erzählt Birkner von seiner Begegnung mit dem damalige Krakauer Kardinal Karol Wojtyla, dem späteren Papst. Wojtyla besuchte 1975 auf der Durchreise zur Erfurter Bistumswallfahrt Görlitz. Thema des Gesprächs im Bischofshaus war unter anderem der Kommunismus, unter dem die Christen in der DDR und in Polen litten. Die zweite der Stationen beschreibt Birkner so: „Im Oktober 1978 stand ich auf dem Petersplatz mit all den Menschen, die mit mir auf das Ergebnis des Konklaves warteten. Ich sah den weißen Rauch, hörte das ,Habemus Papam‘ und sah Erzbischof Wojtyla auf der Loggia stehen, von nun an war er Papst Johannes Paul II..“ 1981 ernannte er Birkner zum Päpstlichen Ehrenprälaten.

Die dritte Station bezieht sich auf die Jahre 1971 und 1972, in denen er für die Wittichenauer Kirchenrenovierung freigestellt wurde. Peter Canisius Birkner: „Ich war vorne dabei, als wir das Holz für die Gerüste aus dem Wald holten und ich blieb dabei, bis die letzte Gerüststange umgelegt wurde. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt, was Denkmalpflege und Bautechnik angeht.“

Geboren wurde Peter Canisius Birkner 1935 im schlesischen Neiße. Sein Vater unterhielt dort ein Lebensmittel-Geschäft. Nach der Vertreibung kamen die Mutter mit ihren fünf Kindern nach Limbach-Oberfrohna. Sie setzte sich dafür ein, dass ihr Ältester in Westdeutschland aufwachsen konnte. 1956 macht er sein Abitur im westfälischen Rüthen und begann sein Theolgiestudieum in Königstein im Taunus. Da die aus dem Osten stammenden Priesteramtskandidaten jedoch einen Bischof (Ordinariuas) haben mussten, wandte sich Birkner an Ferdinand Piontek in Görlitz, der seit 1947 den westlichen Teilen des Erzbistums Breslau vorstand. Bischof Ferdinand Piontek teilte mit, dass er Peter Canisius Birk-ner zwar nicht kenne, ihn aber dennoch als Priesteramtskandidaten annimmt. Damit verbunden war die Forderung des Bischofs an Birkner, nach dem Studium ins Görlitzer Gebiet zu kommen. Später wollte Peter Canisius Birkner gerne ins Bistum Meißen wechseln, wo sein Bruder Christoph Priester wurde, doch Ferdinand Piontek beharrte: „Ich habe Sie gerufen und dabei bleibt es, ich brauche Sie hier.“

In der damaligen DDR setzte er sein Studium in Erfurt und in Neuzelle fort und wurde am 22. Dezember 1962 von Bischof Piontek in Neuzelle zum Preister geweiht. Danach war er bis 1970 in der Pfarrseelsorge in Wittichenau, Niesky und Neupetershain tätig. Von 1973 bis 1980 war Birk- ner in Görlitz dort Ordinariatsrat. 1981 wurde er Generalvikar unter Bischof Bernhard Huhn. Weitere Tätigkeiten sind: 1984 bis 1998 Domkapitular, von 1996 bis 2005 erneut Ordinariatsrat – zugleich bis 2009 Pfarrer in Jauernik, 1998 bis 2010 Dompropst und 2000 wurde Birkner Ehrendomkapitular im polnischen Bistum Liegnitz (Legnica). Im Jahr 2010 trat er in den Ruhestand ein. Verdienste hat sich Petrus Canisius Birkner auch in seinem Bemühen um das Andenken der seligen Hildegard Burian (1883 bis 1933) und des Görlitzer Kaplans Alfons Maria Wachsmann (1896 bis 1944) erworben. Nach der Wende setzten sich Bischof Bernhard Huhn und sein Generalvikar für die Erhebung der Apostolischen Administratur Görlitz zum Bistum ein. „Einen Fortbestand der Apostolischen Adminstratur wollte keiner“, so Birkner. „Als Alternative stand der Anschluss ganz oder zur Hälfte an ein Nachbarbistum.“ Dies hätte bedeutet, dass das Bistum Dresden–Meißen von Gera bis nach Eisenhüttenstadt  gereicht hätte, das Bistum Berlin von der Insel Rügen bis nach Görlitz. Zu befürchten war, dass die Seelsorge im Görlitzer Gebiet – die sich aus der Breslauer Pastoraltradition gebildet hatte – so nicht mehr möglich gewesen wäre, betont der ehemalige Generalvikar.  „Schon vor dieser Diskussionsphase hatte Papst Johannes Paul II. Bischof Bernhard Huhn mehrmals ans Herz gelegt, alle Kräfte für eine Verständigung und Versöhnung mit dem benachbarten polnischen Volk einzusetzen.“ Schließlich waren die Mühen erfolgreich: Am 3. September 1994 kam der damalige neue Erzbischof von Berlin, Kardinal Georg Sterzinsky, nach Görlitz und vollzog das päpstliche Errichtungsdekret und führte Weihbischof Rudolf Müller in sein Amt als erster Bischof des neuen Bistums ein. „Rückblickend kann ich sagen, dass unser Schritt in die Selbstständigkeit richtig war, die wir ja seit 1945 bereits lebten“, betont Birkner. Und er fügt hinzu: „Nicht alles ist so eingetroffen, wie wir es erhofft, aber auch befürchtet hatten. Wie in allen deutschen Bistümern haben auch wir Sorgen.“

Die Bistumserhebung, so Peter Canisius Birkner, machte eine bestmögliche Seelsorge tragfähig und sie förderte die von Papst Johannes Paul II. gewünschte Brückenfunktion über die polnische Grenze hinweg. „Die Annahme mancher, dass wir über unsere Randlage traurig wären, trifft nicht zu. Görlitz liegt mitten in Europa, genau auf dem 15. Meridian.“

Dankbar für das Wirken von Peter Canisius Birkner zeigte sich Bischof Wolfgang Ipolt. Er sagte. „Seine Kenntnisse der Geschichte sind für mich als Bischof bis heute eine wichtige Quelle für Entscheidungen und Weichenstellungen, die in der Gegenwart zu fällen sind. Ich bin dankbar, dass er als ,Emeritus‘ in Görlitz lebt, für mich immer erreichbar ist und mich in brüderlicher Weise unterstützt.“

Vor seinem Jubiläum betont der Prälat dankbar, dass die Berufung zum Priester genau das richtige für ihn war. Gefestigt durch das unbedingte Gottvertrauen seiner Mutter ging der Kaufmannssohn aus Neiße seinen Weg und konnte und kann diesen Glauben vielen Menschen weitergeben. 

Prälat Peter Canisius Birkner begeht sein Jubiläum am 22. Dezember – dem Tag, an dem ihn Bischof Ferdinand Piontek 1962 zum Priester weihte. Das Pontifikalamt aus diesem Anlass mit Bischof Wolfgang Ipolt beginnt am 26. Dezember um 10 Uhr in der Sankt Jakobus Kathedrale Görlitz.

Text und Fotos: Holger Jakobi

 

Prälat Petrus Canisius Birkner ist auch heute noch aktiv und führt die neuen Mitarbeiter in die Geschichte des Bistums ein. Hier mit Andreas Metzger. Foto: Holger Jakobi

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