21. Mai 2014

Ordensleute wallfahren nach Grüssau

Schwester Victoria aus Hoyerswerda schreibt über die Wallfahrt der Ordensleute:

„Bischof Ipolt hatte die Ordensleute und die Mitglieder der Säkularinstitute des Bistums Görlitz zu einer Wallfahrt nach Grüssau eingeladen. Am 19. Mai machten sich 25 Wallfahrer aus sechs Gemeinschaften auf den Weg ins polnische Nachbarbistum. Wir begannen die Wallfahrt mit einer gemeinsamen Laudes im Bus. Unterwegs gab es für die ortsunkundigen Neuzugänge im Bistum noch ein paar Extra-Erklärungen zur Geographie und Geschichte Schlesiens. In Grüssau angekommen staunten wir über das Ensemble von Basilika, Josefs-Kirche, Kloster und spürten recht schnell, dass wir an einem lebendigen Wallfahrtsort angekommen waren. Bis zum Beginn der Heiligen Messe, die wir am Hauptaltar der Basilika feiern konnten, war noch etwas Zeit, den Innenraum in Ruhe auf sich wirken zu lassen und einige der vielfältigen Kunstwerke näher in Augenschein zu nehmen. Für mich war die Form Monstranz in der Anbetungskapelle besonders eindrücklich: eine stilisierte Madonnendarstellung, Maria, die den eucharistischen Herrn auf dem Arm hält und von seinem Licht erfüllt ist.

Am Ende der Heiligen Messe durften wir spüren, wie besonders es ist, dass Wallfahrtslied „Sei gegrüßt, du Gnadenreiche“ an ihrem Gnadenbild zu singen.

Nach dem typisch schlesischen Mittagessen und einer fachkundigen Führung durch die Basilika und die Josefs-Kirche ging es weiter zum Miniaturenpark nach Kowary. Hier hatten wir die Möglichkeit, die wichtigsten Kulturdenkmäler und Bauwerke Schlesiens im Verhältnis 1:25 im Überblick zu bewundern. Da stand man dann der Immakulata an der Front der Grüssauer Klosterkirche in Augenhöhe gegenüber.

Bei einem Kurzbesuch im Schloss Lomnitz, wo wir uns im Gutshof mit Kaffee und wahlweise schlesischem Streuselkuchen oder frischem Rhabarberkuchen erquicken konnten, gab uns ein kurzer Film Einblick in den erstaunlichen Einsatz der Familie von Küster und vieler polnischer Helfer beim Wiederaufbau des Schlosses. Danach ging es wieder auf die Reise in Richtung Heimat, wo wir wohlbehalten, dankbar und mit vielen neuen Eindrücken ankamen.“

Text und Fotos: Schwester M. Victoria Jazdzewski (Schönstätter Marienschwester aus Hoyerswerda)

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