22. Dezember 2015

Öffnet Eure Türen und Herzen – die Sternsinger kommen – sie sind bereit – und helfen beispielsweise Flüchtlingskindern im Libanon

Öffnet Eure Türen und Herzen – die Sternsinger kommen – sie sind bereit

Segen bringen, Segen sein – die Sternsinger kommen

Es ist die größte Solidaritäts-Aktion von Kindern für Kinder, die der Sternsinger. Sie bringen Segen – und wollen Segen sein für andere.  In jedem Jahr sammeln Sternsinger in Deutschland weit über 40 Millionen Euro. Das Geld kommt Kindern in armen Ländern der Erde zugute. Dafür laufen, frieren, singen Sternsinger auch in vielen Pfarreien im Bistum Görlitz, seit vielen Jahren. Gemeinsam mit ihren Betreuern, Eltern, Gemeindereferenten… sind sie unterwegs, von Haus zu Haus, zu Fuß und über längere Strecken in Fahrzeugen. und sie bereiten sich darauf vor. So wie 60 Sternsinger  der Pfarrgemeinde „St. Mariä Himmelfahrt“ in Wittichenau. Zum achten Mal gab es dort unlängst den Sternsingeraktionstag. Sie erfuhren Interessantes über das Zielland der Sternsingeraktion, das südamerikanische Land Bolivien ist. Um das Land und die dort lebenden Kinder näher kennenzulernen, schauten sie sich gemeinsam einen Film des Sternsingerreporters Willi Weitzel an. Dazu teilten sich die Kinder in fünf Gruppen. In der „Filmgruppe“ erfuhren die Kinder, dass auf einer reichlichen Million Quadratkilometer, 10,67 Mio. Einwohner leben. Zu etwa 78 Prozent haben sie den katholischen Glauben. Große Unterschiede gibt es noch zwischen der Stadt- und Landbevölkerung. Gerade in der gesundheitlichen Betreuung hat die Landbevölkerung Nachteile, auch wenn die Regierung in La Paz ein satellitengestütztes Telemedizinprogramm aufstellte, um die Landbevölkerung besser zu erreichen. Da sind sich die Schwächsten der Gesellschaft, die bolivianischen Kinder auf dem Land, sehr oft allein überlassen.  Eine andere Kindergruppe bastelte Spendendosen, die sie dann gefüllt in den Gottesdiensten abgeben werden. Der Höhepunkt in der „Bastelgruppe“ war das Basteln einer bolivianischen Krippe, die jeder mit nach Hause nehmen konnte. Eine andere Gruppe hörte Geschichten über die heiligen drei Könige, in einer weiteren Gruppe wurden  Sternsingerlieder geübt. Nach einiger Zeit wurden die Gruppen getauscht. So sind die Sternsinger gut informiert und vorbereitet. Ähnlich läuft es in weiteren Pfarreien des Bistums ab.

„Respekt ist die Grundlage jeder menschlichen Kommunikation“, unter diesem Titel gab Prälat Dr. Klaus Krämer, der Präsident des Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ dieses Interview.

58. Aktion Dreikönigssingen startet in Fulda – Sternsinger in Rom, Berlin und Brüssel

Aachen/Düsseldorf. Zum 58. Mal werden rund um den 6. Januar 2016 bundesweit die Sternsinger unterwegs sein. „Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“ heißt das aktuelle Leitwort der Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder Kinder und Jugendliche in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen werden. Mit ihrem Motto machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – darauf aufmerksam, wie wichtig Respekt im Umgang der Menschen miteinander ist und wie sehr eben genau der Mangel an Respekt mit Ausgrenzung, Missachtung und Diskriminierung zusammenhängt.

Bei ihrer zurückliegenden Aktion hatten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn 2015 mehr als 45,5 Millionen Euro gesammelt. Die rund 330.000 beteiligten Sternsinger und ihre rund 90.000 Begleitenden in 10.515 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten erzielten damit das zweithöchste Ergebnis seit dem Start ihrer Aktion 1959. Mit den gesammelten Spenden können die Sternsinger mehr als 1.600 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützen.

29. Dezember 2015

Mehr als 2.000 Sternsinger eröffnen ihre Aktion in Fulda

Mehr als 2.000 Sternsinger werden am Dienstag, 29. Dezember, in Fulda die bundesweite Eröffnung ihrer 58. Aktion Dreikönigssingen feiern. Die Mädchen und Jungen werden vornehmlich aus allen Teilen des Bistums Fulda anreisen, doch auch Gäste aus den Bistümern Essen, Mainz, Paderborn, Hildesheim, Speyer und Würzburg werden beim Sternsingerauftakt dabei sein. Das Bistum Fulda ist zum ersten Mal Gastgeber einer Aktionseröffnung der Sternsinger, die jährlich wechselnd ein anderes Bistum ausrichtet. Die Eröffnung beginnt um 10 Uhr mit Musik und einem kurzen Bühnenprogramm auf dem Universitätsplatz. Von dort geht es für die Sternsinger um 11 Uhr zu vier Schulen und in ein Kino. Dort warten unter anderem Workshops zum Aktionsthema Respekt und zum Beispielland Bolivien auf die kleinen und großen Könige. Nach einem erneuten Treffen auf dem Universitätsplatz ziehen die Sternsinger in den Dom und feiern dort mit Bischof Heinz Josef Algermissen den Eröffnungsgottesdienst zum Dreikönigssingen 2016. In Kooperation mit domradio.de (Köln) wird der Gottesdienst live im Web-TV auf www.domradio.de übertragen. Zudem wird das TV-Signal übernommen von EWTN (Satellit).

04./ 05. Januar 2016

Sternsinger aus der Pfarrei St. Josef in Niesky fahren nach Berlin. Einen Tag später werden sie im Kanzleramt von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen werden. Niesky ist eine Kleinstadt. Zur Pfarrei gehört die Stadt Rothenburg an der Neiße, sowie zahlreiche Dörfer. Pfarrer Krystian Burczek unterstützt die Sternsinger, wo er kann. Trotzdem die Zahl der Kinder in seiner Pfarrei übersichtlich ist, sind zwei Gruppen unterwegs. Eine wird besonders in den häuslichen Bereich den Segen bringen, eine weitere geht in öffentliche Einrichtungen. Dass „seine“ Sternsinger dieses Mal in Kanzleramt die Sternsinger des Bistums Görlitz vertreten dürfen, freut ihn sehr.

06. Januar 2016

Sternsinger schreiben Segen an das Portal von Schloss Bellevue

Pünktlich zum Dreikönigsfest am Mittwoch, 6. Januar, besuchen die Sternsinger Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin. Zum Auftakt um 11.30 Uhr werden sie ihren Segen an das große Portal von Schloss Bellevue schreiben. 40 Sternsinger aus dem Erzbistum Paderborn vertreten dabei alle Mädchen und Jungen, die rund um den Jahreswechsel Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt sammeln. Die Sternsinger kommen aus den beiden Pfarrgemeinden St. Franziskus-Xaverius in Dortmund-Barop und St. Heinrich in Schloß Holte-Stukenbrock-Sende.

12. Januar 2016

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz empfängt Könige aus sieben Nationen

25 Sternsinger aus Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Serbien, Rumänien und Belgien werden am Dienstag, 12. Januar, im Europaparlament erwartet. Die Mädchen und Jungen werden beim deutschen Parlamentspräsidenten Martin Schulz in Brüssel zu Gast sein. Der Empfang im Büro des Präsidenten beginnt um 9.30 Uhr. Im Anschluss besuchen die Sternsinger das Büro der COMECE, die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft. Die deutschen Sternsinger werden in Brüssel von vier Mädchen aus der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Bad Neustadt a.d. Saale-Brendlorenzen (Bistum Würzburg) vertreten. Am Mittwoch, 13. Januar, besuchen die Sternsinger aus Bad Neustadt um 12.30 Uhr zudem den deutschen EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger.

Aachen, 21. Dezember 2015, ein Beispiel für Hilfe durch Sternsinger:

Sternsinger helfen mit 600.000 Euro

Flüchtlingskinder im Libanon erhalten Unterricht und eine Mahlzeit pro Tag

Aachen. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt die Arbeit des Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) im Libanon mit 600.000 Euro. Durch die Hilfe aus Deutschland kann der langjährige Projektpartner sein Bildungsprogramm für syrische Flüchtlingskinder in der Bekaa-Ebene, nahe der syrischen Grenze, ausweiten. Der JRS wird in Zusammenarbeit mit lokalen Nichtregierungsorganisationen zwei zusätzliche Bildungseinrichtungen betreiben. Dabei handelt es sich um eine staatlich anerkannte Schule und zwei informelle Schulen. Dort findet der Unterricht in transportablen Containern statt. In allen Schuleinrichtungen werden Flüchtlingskinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren unterrichtet.

„Seit vielen Jahren setzen wir uns für Flüchtlingskinder ein. In den letzten Jahren hat unser Engagement für Flüchtlinge zugenommen, besonders im Nahen Osten, aber auch in vielen Ländern Afrikas und in Asien“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. „Wenn wir Flüchtlinge hier in Deutschland sehen, denken wir auch an die Situation in den Herkunftsländern und an die Menschen, die sie zurückgelassen haben. Wir setzen uns dafür ein, dass genau in diesen Regionen Flüchtlingskindern und ihren Familien geholfen wird.“

Kinder auf normalen Unterricht vorbereiten Da ein großer Teil der Kinder infolge der wirtschaftlichen Probleme ihrer Familien ohne Frühstück in den Unterricht kommt, erhalten die Mädchen und Jungen in den Schulen eine gesunde Mahlzeit am Tag. Neben der bislang vom JRS betriebenen Schule in Kfar Zabad mit rund 220 Schülern ermöglichen die Mitarbeiter nun den Unterricht für weitere rund 1.300 Mädchen und Jungen in der Bekaa-Ebene. Ziel ist es, die Kinder längerfristig auf eine Eingliederung in den normalen Schulunterricht vorzubereiten. In dieser Region liegt der Anteil der Kinder, die keine Schule besuchen können, bei rund 85 Prozent. Die Lehrkräfte, meist selbst Flüchtlinge, nehmen zweimal pro Jahr an pädagogischen Fortbildungen teil. Jede Schule beschäftigt einen Sozialarbeiter, der sich besonders um die psychischen und sozialen Probleme der Mädchen und Jungen kümmert, darüber hinaus auch Hausbesuche macht und bei Bedarf weitere Hilfen vermittelt.

Die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Libanon wird aktuell auf rund 1,2 Millionen geschätzt. Hinzu kommen mehrere hundert nicht registrierte Flüchtlinge, die über das ganze Land verteilt leben. Da es im Libanon keine offiziellen Flüchtlingslager gibt, leben viele Familien in überteuerten Mietwohnungen unter oftmals sehr schlechten Bedingungen oder in inoffiziellen Zeltsiedlungen. Rund 70 Prozent der Flüchtlingsfamilien leben bereits jetzt unterhalb der Armutsgrenze, über 67 Prozent aller Flüchtlinge im Libanon haben Zuflucht in der Bekaa-Ebene gefunden. Viele Flüchtlingskinder haben seit über zwei Jahren keine Schule mehr besucht. Der JRS unterstützt mit seinen Bildungsprogrammen die staatlichen Bemühungen, möglichst viele Kinder in das staatliche Schulsystem zu integrieren. Die Mitarbeiter arbeiten in enger Abstimmung mit dem Erziehungsministerium zusammen.

 

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