30. Mai 2021

Nach Negativtest mit Bändchen Eintritt in die Stiftskirche – bei der Jugendwallfahrt in Neuzelle

Zur diesjährigen Jugendwallfahrt, am Tag vor dem Dreifaltigkeitssonntag, kamen etwa 100 Jugendliche aus allen Teilen des Bistums.

Nach der Ankunft auf dem Stiftsplatz und einem Coronatest für jeden, gab es das Bändchen um das Handgelenk, mit dem der Zugang in die Stiftskirche möglich war, plus Maske und Abstand.

Pflaster-Steine liegen im Mittelgang, versperren den Weg. Jugendliche müssen über Umwege an ihre Plätze gehen.

 

 

 

Niklas und Georgia kommen als letztes in die Kirche. Sie unterhalten sich über das letzte Jahr, die Pandemie, die Jugendwallfahrt. Dabei stoßen sie dann auf die Hindernisse. So beginnt der erste Teil des Anspiels:

„Niklas: Ich bin schon gespannt, was für heute alles geplant ist. (stutzt) Ähhh aber was isn das hier?!

Georgia: Das nennt man „Steine“, Niklas.

Niklas: Ha ha ha, das sehe ich aber was liegen die hier mitten in der Kirche rum?

Georgia: Da hat wohl jemand vergessen, aufzuräumen. (guckt sich nach ihren Plätzen um)

Och ne wie kommen wir denn jetzt zu unseren Plätzen?

Niklas: Wir könnten das Hindernis einfach wegräumen.

Georgia: Ja nee, weißt du wie lange das dauert und wie schwer die Steine sind?! Lass uns einfach um das Hindernis herumgehen und einen Umweg nehmen.

Niklas: Und dann fällt jemand über die Steine und wir haben Schuld.“

Auch diese beiden Jugendlichen kommen über Umwege an ihre Plätze.

Nach der Andacht wurden Workshops angeboten. Wie bereits bei der Teilnahme galt auch hier: Anmelden, in Listen eintragen lassen, teilnehmen.

Zwei Workshopzeiten gab es zwischen Andacht und dem Pontifikalamt mit Bischof Wolfgang Ipolt, das um 17 Uhr begann, inklusive der Beichtgelegenheit eine halbe Stunde vor Beginn der Eucharistiefeier.

Diese fünf Workshops wurden zweimal hintereinander angeboten:
1. Talent oder Training? – an was glaubst du?
Malen, Singen, Spielen kann man nicht erzwingen.
2. Read a lot. – Bible is long.
Für alle, die die Bibel LESEN und nicht nur lesen wollen.
3. Maria Friedenskönigin – Klosterneubau
Ein Kurztrip zum neuen Klostergelände in Treppeln
4. Pray hard. – Life is short.
Du tust dich schwer mit dem Beten und möchtest gern den Zugang zu Gott finden?
Mit Pater Isaak
5. „Da steh ich drauf!“
Coole Socken für coole Socken

Zu Beginn des Wallfahrtsgottesdienst waren die meisten der Pflastersteine aus dem Mittelgang in den Sperrholz-Rahmen eines Kreuzes eingebaut worden. Drei Segmente waren gefüllt, das obere Fach noch leer.

Georgia und Niklas gehen dem Kreuz entgegen: zweiter Teil des Anspiels:

„Niklas (schaut nicht schlecht): Krass, das sieht ja voll schön aus.

Georgia: Da gebe ich dir Recht. Das aus einem Haufen Steine, etwas so schönes entstehen kann. (sieht sich das Kreuz genauer an) Aber was bedeutet „BEI EUCH“. Hä, wer oder was ist bei uns?

Niklas: Schau mal, da oben fehlen ja auch noch Steine!

Bischof: Vielleicht kann ich da Licht ins Dunkle bringen…“

… und er bringt einige fehlende Steine aus dem Altarraum, weiter tragen Ministranten. Damit vervollständigen sie das Kreuz. Der Bischof hat seine Predigt darauf ausgerichtet. Hier ist die Wallfahrtsmesse – und damit auch die Predigt –  anzusehen und anzuhören.

Am Ende der Messfeier zeigt sich Jugendbildungsreferent Christoph Biesenbach mit der diesjährigen Jugendwallfahrt zufrieden, denn: gegenüber dem vorigen Jahr sei ein Fortschritt bei den Corona-Maßnahmen festzustellen gewesen und im nächsten Jahr, so hofft er, wird sie wieder ohne Beschränkungen stattfinden können. Dazu zählt auch, dass es wieder einen Wallfahrts-Pilgerweg geben wird – und die JuWa wieder an zwei Tagen stattfinden wird. Begrüßt wurden ein Neuer bei der Diözesanjugendseelsorge. Marius Retka erhielt zur Begrüßung einen Korb mit Spreewaldspezialitäten.

Nach der Vorabendmesse wurde auf dem Stiftsplatz Gruppenfotos gemacht. Auch hierbei wurde den Corona-Maßnahmen Rechnung getragen: Während Zisterzienserpater Isaak Käfferlein eine Foto-Drohne in die Luft brachte, formierten sich die Wallfahrer zu einem großen Kreuz, das sie auf dem Stiftsplatz mit ihren Körpern darstellten. Pater Alberich Fritsche bot danach nochmals Primizsegen an und an einem Stand wurden Beutel mit einem Imbiss für jeden Wallfahrer verteilt, mit einem Abschiedsgruß: Kommt gut nach Hause!

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