20. März 2016

Folgen wir dem Herrn – Gedanken zu Beginn der Karwoche von Bischof Wolfgang Ipolt

Mit dem  Palmsonntag, beginnt die „Heilige Woche“, die auch unter dem Namen „Karwoche“ bekannt ist. Der Gottesdienst zu dieser ergreifenden Woche beginnt zunächst mit Jubel: „Hosanna dem Sohne Davids. Gepriesen, der kommt im Namen des Herrn, der König von Israel. Hosanna in der Höhe!“ Denn am Palmsonntag wird an den Einzug Jesu in Jerusalem gedacht, an den Einzug, wo ihn die Menschen lautstark jubelnd begrüßten und seinen Weg mit Palmzweigen und Kleider ausgebreitet hatten.

Wie in der Liturgie zu Palmsonntag, so gilt es auch im Alltag: „Du, Herr, gehst voran – wir folgen dir!“ Im Leben des Christen geht es immer um SEINEN Weg, um die Spuren des Herrn, denen wir folgen. „Dem Herrn folgen – das ist das Thema der Karwoche und unseres ganzen Christenlebens. Der Hosanna-Ruf, das Bekenntnis zu Christus, das heute erklingt, will in die kleine Münze des alltäglichen Christenlebens übersetzt werden.“ so Bischof Wolfgang in seiner Predigt. Im Alltag kann das auch ab und zu etwas schwierig werden. „Aber da wissen wir: Einer ist uns vorausgegangen, wir sehen seine Spuren und können ihnen vertrauen.“

Auch in diesem Jahr haben die deutschen Bischöfe zur Palmsonntagskollekte für die Christen in den Ursprungsgebieten des Glaubens aufgerufen. Die Kollekte steht unter dem Leitwort „Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“ und kommt der Arbeit des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und des Kommissariats des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zugute. „Immer noch ist das Heilige Land nicht wirklich befriedet und leidet unter Spannungen, Terror und Gewalt, Hass und Misstrauen. Zahlreiche Menschen – darunter auch Christen – verlassen weiterhin das Land. Sie sehen dort keine Zukunft mehr. Mit den Schwestern und Brüder im Heiligen Land wollen wir in dieser Heiligen Woche und darüber hinaus den Spuren Christi folgen – denn wir glauben: Sein Weg führt nicht in die Irre und ist kein „Holzweg“, sondern er führt in das österliche Leben, nach dem sich jeder Mensch sehnt.“ Bischof Wolfgang am Ende der Predigt.

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