22. März 2023

Malteser-Einkehrtag – „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Offb.21,1a)

Malteser-Einkehrtag

„Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Offb.21,1a)

Für die Malteser im Bistum Görlitz fand in den Räumlichkeiten von St. Hedwig am Samstag, 18. März 2023 ein Einkehrtag statt. Unter dem Thema „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Offb.21,1a) gestaltete Dompropst Dr. Alfred Hoffmann diesen geistlichen Tag.

Joachim Rudolph berichtet:

Gespannt saßen 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im großen Stuhlkreis um eine schön gestaltete Mitte mit Blumenkorb und einer Malteserkerze mit dem Malteserkreuz und einem Bild zweier Menschen, die sich begegnen und in den Arm nehme. Alle warteten auf die geistlichen Impulse durch Dompropst Dr. Alfred Hoffmann. In zwei große Teile gliederte er seine Ausführungen.

Im ersten Teil stellte er die Frage in den Raum: Woher komme ich? Er schildert die Sehnsucht nach dem Himmel und spannt den Bogen vom Schöpfungsbeginn mit der Erfahrung des Lichtes, das wir zum Leben brauchen bis zum Scheitern und der bitteren und schmerzlichen Erkenntnis der Dunkelheit und des Chaos. Und doch sind wir auch in der Finsternis nicht allein, denn „im Anfang war das Wort, … das Leben, … das Licht.“ Und dieses Wort wurde Mensch: Jesus Christus, damit ist Gott „mittendrin“ in unserem Leben.

In der „Mitte“ des Stuhlkreises mit den Teilnehmern liegt eine große Bibel, auf die der Referent hinweist und erklärt, dass die Bibel Zeugnis gibt mit ihren Geschichten von Gott und darum können wir glauben. Heilsgeschichten sind es, die uns Gott schreibt! Neben der Bibel und rund um die „Mitte“ liegen Fotos und Kalenderblätter aus. Alle werden aufgefordert, sich eines herauszusuchen und eine Beziehung zu sich selber zu finden: zu meiner Beziehung zu Gott. Ein fester Satz soll dann unsere persönlichen Worte eröffnen, er lautet: „Ich bin, weil Gott mich liebt.“ Eine Weile ist es still im Kreis, leise erklingt meditative Musik, dann spricht jede und jeder reihum von „seiner“ Beziehung, Erfahrung, Begegnung mit dem Glauben und setzt zur Erläuterung das ausgesuchte Bild mit ein: „weil Gott mich liebt“. Berührende ganz persönliche Zeugnisse und Erlebnisse sind es, die von Licht und Dunkelheit, von Leid und Freude erzählen.

In einem zweiten thematischen Teil werden die Teilnehmer  mit zwei plakativ gesetzten Aussprüchen konfrontiert: „Die Zeit läuft ab“ und: „Die Ewigkeit folgt auf…“ Meine Lebenszeit ist begrenzt: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Die Zeit läuft nicht nur ab, sie ist auch ein Geschenk. Habe ich sie gut gefüllt? In der Ewigkeit wird die Fülle des Lebens ins Licht gehalten. Wir sterben und wir nehmen unser Leben mit. Dieses Leben ist ein Weg, der für uns Christen ein Ziel hat.

Ein Lied, das wir lernen und gemeinsam singen, drückt es so aus: „Der Weg führt zum Ziel. Wer sucht, findet viel. Der Weg führt zum Ziel und Gott ist mit im Spiel.“ Auch für Nicht-Glaubende gilt diese Zusage! Manchmal wird uns in Begegnungen mit ihnen vermittelt: mir ist etwas passiert, ich kann es nicht in Worte fassen, aber da gibt es wohl eine unbekannte, höhere Macht, die handelt und lenkt und schützt.

Ein Gedicht von Eva Strittmatter fügt Dompropst Alfred Hoffmann in seine Rede ein. Mahnend weist die Schriftstellerin in ihrem Text „Werte“ auf die guten Dinge des Lebens hin, die kostenlos sind: die Luft, das Wasser, die Liebe. Ohne den Namen auszusprechen, erahnen wir doch hinter dieser Aufzählung den Geber dieser Gaben und Werte: Gott, den Schöpfer. Das erfüllt uns mit Dankbarkeit.

Der dritte Teil des Besinnungstages bestand in der Feier der hl. Messe.

In der Predigt weist Dr. Alfred Hoffmann auf das Herz des Menschen hin und läd, die vielen Gaben und Charismen, die wir Menschen besitzen, einander zu zeigen, niemanden von der Liebe auszuschließen, aktiv zu sein, verschwenderisch mit unserem liebenden Handeln umzugehen,  denn einst – in der Ewigkeit – wird Gott uns fragen nach unserer Liebe. Hast Du „das Herz auf dem rechten Fleck“ und hast du wert-voll gehandelt?

Als am Schluss der Messfeier das Lied gesungen wurde: „Pilger sind wir Menschen“, bestärkten uns die Worte, dass wir in einem Land der großen Hoffnung leben, Gott in unserer Mitte ist und wir mitbauen dürfen an einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Diese Einladung wird uns über den Einkehrtag hinaus begleiten.

Fotos und Text (leicht angepasst): Joachim Rudolph

Weitere Informationen zu den Maltesern im Bistum Görlitz sind hier zu finden.

 

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