5. April 2015

Licht steigt strahlend auf am Auferstehungsmorgen

„Das Licht erlischt im Dunkel des Karfreitags, aber es steigt strahlend auf am Auferstehungsmorgen“, mit diesen Worten von Edith Stein wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Fest der Auferstehung.

In seiner Predigt in der Osternacht spricht Bischof Wolfgang Ipolt von der heutigen Welt als einem Supermarkt der Möglichkeiten, die zumeist erfülltes Leben vermissen lassen. Er sagt unter anderem „In der Osternacht wird uns das wirkliche Leben vor Augen gestellt. Paulus drückt es ganz einfach so aus: , Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden…‘ (Epistel der Osternacht). Dieses Leben, von dem an diesem Fest gesprochen wird, ist nicht käuflich – aber es reicht bis über den Tod hinaus! Das ist der wichtigste Unterschied zu den verschiedenen Lebens- und Heilsangeboten dieser Welt. Sie „halten“ meist nur für kurze Zeit – das Verfallsdatum ist häufig nicht allzu weit entfernt“. Die vollständige Predigt steht hier.

Einige Stunden später: Ostergottesdienst in der Pfarrkiche in Wittichenau: Seit 475 Jahre tragen Kreuzreiter die Botschaft von der Auferstehung, die Botschaft vom Licht Gottes auf Pferden in die Welt. Bischof Ipolt zelebriert diese Eucharistiefeier: Er sagt in seiner Predigt: „Durch Gesang und Gebet wird die Osterbotschaft hinausgetragen. Das wäre nicht möglich, wenn sich nicht immer wieder Männer finden, die das tun und dafür Zeit und Geld einsetzen. Ich danke all denen, die mithelfen, dass dieser Brauch lebendig bleibt“. Nach dem Gottesdienst sendet der Bischof  die Kreuzreiter, die von Wittichenau nach Ralbitz reiten, aus und segnet sie.

Papst Franziskus erteilte vor einigen Minuten den Segen „Urbi et orbi“, der Stadt und dem ganzen Erdkreis. Zuvor nannte er viele Orte der Dunkelheit in der Welt, Orte in denen die Menschen weit entfernt sind vom Licht der Auferstehung. Franziskus benennt in seiner Osterbotschaft die Kriege in Syrien, im Irak und anderen Ländern der Welt. Allen Menschen soll das Licht des Ostermorgens zuteil werden. Dies ist der Wunsch des Papstes.

Vom Dunkel zum Licht: Sonnenaufgänge faszinieren ebenso, wie Sonnenlicht, das „totes“ Glas zum Leben erweckt, wie auf dem Kreuz in der Hedwigskirche in Görlitz – zum Vergleich, s. Karfreitag.

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