23. April 2015

Johannes-Zinke-Medaille für Prälat Wolfgang Tripp

Der Caritasdirektor der Diözese Rottenburg Stuttgart, Prälat Wolfgang Tripp, wurde mit der Johannes-Zinke-Medaille ausgezeichnet. „In Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste für die Vitalität der Partnerschaft beider Diözesancaritasverbände, für seine Begleitung und Unterstützung der Arbeit der Caritas im Bistum Görlitz“ überreichte der erste Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes Görlitz, Dompropst Hubertus Zomack, Prälat Tripp die höchste Auszeichnung des Caritasverbandes des Bistums.

Der ehemalige Caritasdirektor des Bistums Görlitz, Matthias Schmidt schreibt dazu:

Die beiden Diözesancaritasverbände Rottenburg-Stuttgart und Görlitz verbindet eine lange partnerschaftliche Beziehung, deren Anfänge in das Jahr 1965 datieren. Eine wirkliche Partnerschaft entstand 1986, also bereits vor Mauerfall und Wiedervereinigung, als Caritasdirektor Hans Joachim Wagner und der Vorgänger von Prälat Wolfgang Tripp, Diözesancaritasdirektor Dr. Hans Peter Rieger in einen Austausch eingetreten waren.

1997 wurde Prälat Wolfgang Tripp Diözesancaritasdirektor im Bistum Rottenburg-Stuttgart. Einer seiner ersten Besuche führte ihn nach Cottbus und Görlitz zum damaligen Diözesancaritasdirektor Rudolf Hupe, weil ihm die Fortführung der partnerschaftlichen Beziehung und die Zusammenarbeit beider Verbände sehr am Herzen lagen. Seit 1997 wird diese Partnerschaft durch regelmäßige Besuche und Gespräche gepflegt. Im Turnus von zwei Jahren gibt es ein Treffen auf oberster Leitungsebene. Diese Zusammenkünfte werden immer wieder genutzt, um die unterschiedlichen Entwicklungen und Fragestellungen in den Verbänden und Regionen wahrzunehmen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Verbände hat sich in den Gesprächen immer wieder gezeigt, dass die großen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit die Arbeit der Caritas beider Diözesancaritasverbände gleichermaßen berühren. Für Prälat Tripp ist diese Partnerschaft eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Er sieht in ihr eine wichtige Brücke im gegenseitigen Verstehen der unterschiedlichen Voraussetzungen in den beiden Bistümern, der Regionen, mit ihren Traditionen und ihren Grenzen und Möglichkeiten. Er hat damit auch einen unverzichtbaren Beitrag für ein Ost-West-Verständnis geleistet.

Prälat Wolfgang Tripp beendete zum 31. März seine langjährige Tätigkeit als Diözesancaritasdirektor. Eine seiner letzten Reisen hat ihn wieder – gemeinsam mit seinem Nachfolger, Pfarrer Oliver Merkelbach, – nach Cottbus und Görlitz geführt.

In Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste für die Vitalität der Partnerschaft beider Diözesancaritasverbände, für seine Begleitung und Unterstützung der Arbeit der Caritas im Bistum Görlitz dankte der erste Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes Görlitz, Dompropst Hubertus Zomack, am 27. März Prälat Wolfgang Tripp mit der Johannes-Zinke-Medaille, der höchsten Auszeichnung des Caritasverbandes der Diözese Görlitz. Prälat Zinke war unter anderem Leiter der Hauptvertretung des Deutschen Caritasverbandes in Berlin und damit ein bedeutender Brückenbauer zwischen Ost und West. Bei der Verleihung der Johannes-Zinke-Medaille an den Brückenbauer der Neuzeit waren die Diözesancaritasdirektorin Gabriela Pokall sowie der designierte Diözesancaritasdirektor für das Bistum Rottenburg-Stuttgart, Pfarrer Oliver Merkelbach, zugegen. Beide wollen diese gelebte Partnerschaft ganz im Sinne von Prälat Wolfgang Tripp weiter fortführen. Vielleicht findet Prälat Wolfgang Tripp im Ruhestand etwas Zeit, um noch einmal auf diese Partnerschaft zurück zu blicken und sie nachwirken zu lassen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft eine erfüllte Zeit, eine gute Gesundheit und Gottes reichen Segen.

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