17. November 2016

Unsere Identität: Barmherzigkeit – zum Diaspora-Sonntag am 20. November

Über die diesjährige Aktion informiert das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken in Paderborn mit dem nachstehenden Schreiben. Im Bistum Görlitz dieses Hilfswerk vorzustellen, wäre gleichbedeutend damit, dem Baum den Wald zu erklären. Auf vielen Gebäuden in der Diaspora, auch in unserem Bistum, ist jeweils ein Schild befestigt, dass auf die Hilfe durch das Bonifatiuswerk hinweist. Dahinter stehen die  vielen Spender, die Hilfe ermöglicht haben. Weiterhin kann das Bonifatiuswerk helfen, wenn Menschen bereit sind, zu geben, damit der Glaube auch dort überleben, bestehen und wachsen kann, wo es kaum noch Katholiken, kaum noch Christen gibt. Die Katholiken im Bistum Görlitz beweisen immer wieder aufs Neue, dass sie nicht nur Nehmende, sondern auch Gebende sind, Teil dieser Solidargemeinschaft des Bonifatiuswerkes und damit der Weltkirche.

Das Bonifatiuswerk stellt diese Handreichung zur Verfügung und schreibt:

Was unterscheidet uns – als Christen – von unseren Mitmenschen? Was ist unser „Markenkern“? Oder anders gefragt: Was ist unsere Identität? Gerade in der Diaspora, wo Christen als Minderheit unter Anders- und Nichtgläubigen leben, stellt sich diese Frage in verschärftem Maße. Die Diaspora-Aktion 2016 des Bonifatiuswerkes unter dem Leitwort „Keiner soll alleine glauben. Unsere Identität: Barmherzigkeit“ nimmt Orte und Situationen in den Blick, in denen Menschen sich barmherzig für andere einsetzen. So ist das Engagement für Sterbende und deren Angehörige in Hospizen ein Zeichen gelebter Barmherzigkeit und Solidarität. Andere solcher Zeichen finden sich dort, wo Menschen den Neubau oder die Instandhaltung von Kirchen und Gemeinderäumen fördern; wo Menschen mithelfen, weite Wege zueinander und zum Gottesdienst zu überwinden; wo Menschen sich für die Weitergabe des Glaubens einsetzen.

Am 20. November begeht die Kirche in Deutschland den Diaspora-Sonntag. An diesem Tag zeigen die katholischen Christen ihre Solidarität mit jenen Glaubensgeschwistern, die in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben. Sie fördern mit ihren Spenden mutige Aufbrüche, durch die der Glaube in einer entchristlichten Gesellschaft neu zur Sprache gebracht wird. Sie unterstützen Projekte, die Gemeinschaft der Glaubenden ermöglicht. Helfen Sie mit am Diaspora-Sonntag 2016, denn „Keiner soll alleine glauben“.

Das gezeichnete Motiv zur Diaspora-Aktion zeigt Menschen unterschiedlicher Herkunft, die sich an den Händen halten, füreinander da sind und so ein Herz bilden. Das Herz steht für die Barmherzigkeit Gottes, der sein Herz an die Menschen verschenkt hat und durch das Evangelium Orientierung gibt. Alle miteinander leben sie ihre christliche Identität und schenken Gemeinschaft. Doch das Herz ist nicht ganz geschlossen, ein Platz ist noch frei. Erst wenn auch Außenstehende eingeladen und in der Gemeinschaft aufgenommen werden, kann ein vollständiges Herz entstehen. Gerade unsere Schwestern und Brüder in der Diaspora – die ihren Glauben in einer extremen Minderheit leben – sehnen sich nach Gemeinschaft.

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