16. Mai 2023

„Ich wollte mich für den Glauben öffnen“

„Ich wollte mich für den Glauben öffnen“

Jörn Männel hat sich an Ostern taufen lassen und möchte seinen Kindern ein Vorbild sein.

Das Ehepaar Männel aus Cottbus. Foto: privat (Männel).

Ein Beitrag von Regina Einig in „Die Tagespost“ vom 13.05.2023

Zur Taufe entschlossen hat sich Jörn Männel schon seit anderthalb Jahren. „Es gab kein Aha-Erlebnis“ sagt er entspannt. Aber mit dem Gedanken an die Kirche hatte er sich schon lange auseinandergesetzt, ehe er mit dem Ortspfarrer Kontakt aufnahm und ihn fragte, ob er sich vorstellen könne, ihn auf dem Weg zur Taufe zu begleiten. Pfarrer Krystian Burczek sagte mit Freuden zu. Den ursprünglichen Gedanken, sich schon zum Osterfest 2022 taufen zu lassen, verwarf Jörn Männel: „Ich wollte mehr Zeit“. So wurde vereinbart, sich häufiger zu treffen und auszutauschen.

Den Kindern ein Vorbild sein

Die treibende Kraft für seine Entscheidung war die Familie. Während seiner Studienzeit in Dresden hatte er seine spätere Frau, eine gläubige Katholikin, kennengelernt und sie in die Kirche begleitet. Bei der Familiengründung „stand für uns außer Frage, dass die Kinder getauft werden“, erinnert er sich rückblickend. Als der älteste Sohn eingeschult werden sollte, überlegten die Eltern, ob sie in Dresden bleiben sollten. Jörn Männel entschied sich, mit seiner Frau in ihre Heimat Peitz zu ziehen. Alle drei Söhne (Luca, Alexander und Hans) wurden dort getauft.

Bei ihm selbst wurde im Lauf der Jahre aus dem passiven Miterleben ein aktives Engagement. „Die Kirche hat immer zum Familienalltag gehört. Ich habe gesehen, was der Glaube für die Familie bedeuten kann“, unterstreicht er, auch wenn er länger brauchte, um sich zu entscheiden. Die Kinder besuchen den Religionsunterricht, ministrieren und der älteste Sohn hat die erste heilige Kommunion empfangen. Ein Grund für seine Taufe ist auch der Gedanke, den Kindern mit seiner Frau zusammen ein Vorbild sein zu wollen. „Wir leben es den Kindern gemeinsam vor“, erklärt er.

Rückhalt durch die Gemeinschaft

Er ist in die Gemeinde integriert, engagiert sich bei der Vorbereitung von Kirchenfesten und ist bei vielen Aktivitäten eingebunden. „Es war der naheliegende Schritt, sich ganz in die Gemeinde zu integrieren. Ich wollte mich für den Glauben in dieser Gemeinschaft öffnen und habe gesehen, welchen Rückhalt es einem geben kann.“ Die Vorfreude auf Ostern in seiner Familie sei „immens“ gewesen, schmunzelt er.

Sein persönlicher Wunsch? „Dass ich mich noch mehr meiner Frau annähere, die sehr gefestigt im Glauben ist und dass wir als Familie stärker zusammenwachsen und ein christliches Fundament haben.“ Das christliche Liebesgebot solle alle in der Familie leiten. In der Osternacht ist Jörn Männel in der Filialkirche St. Josef der Arbeiter in Peitz (Propstei Cottbus, Bistum Görlitz) getauft worden.

 

Ursprüngliche Veröffentlichung: Die Tagespost

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