18. April 2021

Hoffnung im Schatten der Osterkerze – Görlitz gedenkt der „Corona-Toten“

Vor dem  Portal der Kathedrale Sankt Jakobus leuchtet die Osterkerze als Zeichen von Auferstehung und Hoffnung. Doch der Anlass zu dem die Kerze auf den Stufen des geschlossenen Gotteshauses aufgestellt wurde, ist am heutigen Nachmittag die Zeit für Klagen. Über 80.000 Menschen in Deutschland sind an Covid19 gestorben, dem Virus, das die Welt derzeit im Griff hält. Um 15 beginnen die Kirchenglocken in Görlitz und weit über die Stadt hinaus zu läuten. Bischof Wolfgang Ipolt hat es trotz Megaphon nicht leicht, sich verständlich zu machen beim Gedenken für die Corona-Toten. Etwa 70 Menschen waren gekommen, um vor der wegen der Innensanierung geschlossenen Kathedrale gemeinsam mit Bischof Ipolt und Generalvikar Dr. Alfred Hoffmann der durch Corona Verstorbenen zu gedenken, unter ihnen Gemeindemitglieder sind.

Der Bischof ist dem Aufruf von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gefolgt und und hat sich am Gedenktag für die Opfer der Pandemie beteiligt. In einem Videobeitrag, der Tage zuvor aufgezeichnet wurde, sprechen er, Oberbürgermeister Octavian Ursu, Generalsuperintendentin Theresa Rinecker  sowie Evelin Mühle, die Leiterin des  Städtischen Friedhofs. Sie sind sich einig: Auch wenn die Gefahr noch längst nicht gebannt ist, ist es jetzt an der Zeit, unserer Verstorbenen zu gedenken und ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Unsere Gedanken sind auch bei den Menschen, die ihre Angehörigen und Freunde verloren haben, bei denen, die selbst erkrankt sind und noch immer mit den Folgen zu kämpfen haben und bei denen, die andere schmerzliche und einschneidende Erfahrungen machen mussten.

Fahnen und Flaggen vor dem Bischöflichen Ordinariat und an der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Görlitz sind mit schwarzen Bändern versehen. Zwei Stunden nach dem Gedenken an der Kathedrale beginnt in der Pfarrkirche die Andacht an diesem Tag des Gedenkens. Sie wurde live gestreamt und ist noch einige Tage hier  zu sehen.

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