3. Juni 2021

Fronleichnam – Grenzen überschreiten

Zwei Jubiläen hätten am heutigen Fronleichnamstag, am 3. Juni, in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec gefeiert werden können: Vor genau 40 Jahren war Bischof Bernhard Huhn das erste Mal offiziell bei der Fronleichnamsfeier in Zgorzelec dabei – und genau zehn Jahre später fand die erste gemeinsame Fronleichnamsfeier über die Neiße statt – von da an alle vier Jahre.

Auch wenn in diesem Jahr die Fronleichnamsfeier in Zgorzelec nicht ausfiel, so war sie doch Corona-bedingt anders. Dem Prozessionszug mit der Monstranz, darin das Brot des Lebens – der Leib Christi – folgte nur eine Abordnung von etwa 300 Gläubigen. Wenige von ihnen kamen aus Görlitz. Aktuelle Test sind Voraussetzung zum Überqueren der Grenze. In den Vorjahren war der Prozessionszug von seiner Länge her er nicht zu überblicken.

Der Bischof der Diözese Legnica (Liegnitz) Zbigniew Kiernikowski zelebrierte die heilige Messe, Bischof Wolfgang Ipolt, der bereits in den Vorjahren an Fronleichnamsfeiern in Zgorzelec teilnahm, predigte: auf Polnisch. Prälat Peter Canisius Birkner, der bei Bischof Huhn und Bischof Rudolf Müller Generalvikar war, sowie Pfarrer Roland Elsner von der Pfarrei Heiliger Wenzel in Görlitz, waren ebenso bei der Fronleichnamsfeier in der Hedwigskirche in Zgorzelec und der Prozession durch diese Stadt dabei.

Am Abend feierte Bischof Ipolt vor der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Görlitz mit den Görlitzer Katholiken die Eucharistie. Für die anschließende Prozession auf dem Pfarrgrundstück waren neben dem Hauptaltar vor der Kreuzigungsgruppe  von Gläubigen aus der Pfarrei drei weitere Altäre auf dem Gelände der Pfarrkirche errichtet worden.

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