16. Dezember 2015

Friedenslicht aus Betlehem leuchtet in Ewigem Licht in der Kathedrale St. Jakobus

Mit einer kleinen roten Laterne läuft Franziskanerpater Rudolf  Croner am heutigen Abend, kurz vor Sechs, zur Mitte der Altstadtbrücke in Görlitz. Von polnischer Seite nähert sich ein Zug mit Menschen, der angeführt wird vom Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz. Er trägt eine Laterne, darin ist das Friedenslicht aus Bethlehem. Auf der Mitte der Brücke, zwischen Polen und Deutschland, übernimmt der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege das „Licht des Friedens“. Pfadfindern aus ganz Europa haben es von Betlehem aus, von Hand zu Hand, weitergegeben. Polnische Pfadfinder bringen es nach Zgorzelec und nun ist es auch in Görlitz.

Bürgermeister Gronic bringt „Glückwünsche für das kommende Weihnachtsfest“, mit. Er wünscht „ein schönes, freudiges, warmes, vor allem friedliches Weihnachtsfest“. Sein Görlitzer Kollege Deinege sagt: „Ich freue mich, dass ich dieses Licht auf dieser Friedensbrücke übernehmen darf. Das Friedenslicht aus Bethlehem ist ein Zeichen von starker Symbolkraft.  Weitergereicht an Menschen guten Willens, ist damit  gerade in der Weihnachtszeit die Hoffnung auf Frieden in der Welt verbunden. Ich werde es in der Stadt Görlitz entsprechend verteilen. Es hat hier schon begonnen. In der heutigen Zeit ist das Friedenslicht ein besonderes Zeichen für Verständigung, auch über Grenzen hinweg“.

Das Betlehem-Licht soll weitergegeben werden – damit soll ein gemeinsames Zeichen für den Frieden gesetzt werden. Pater Rudolf nimmt seine Laterne mit dem Licht und fährt damit von der Altstadt in die Südstadt, zur Kathedrale St. Jakobus. Dort wird er bereits erwartet. Pater Lazarus Zukowski entzündet eine Kerze, an der das Friedenslicht in den nächsten Tagen von Menschen guten Willens geholt werden kann.  Dieses Friedens-Feuer nimmt Pater Rudolf und überträgt es auf das Ewige Licht, das neben dem Tabernakel steht.

 

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