28. August 2023

Einkleidung und Profess in zwei Ordensgemeinschaften

Einkleidung bei den Auerbacher Schulschwestern

Anne Hansen aus dem Bistum Görlitz wurde bei den Auerbacher Schulschwestern eingekleidet und begann damit ihr Noviziat. Immer wieder werden Menschen von Gott in die engere Nachfolge berufen.

Pfarrer Roland Elsner aus Görlitz und Anne Hansen. Foto: privat

Aus dem Bericht der Auerbacher Schulschwestern:

Seit der Einkleidung, die der emeritierte Erzbischof von Bamberg Dr. Ludwig Schick am 26. August 2023 in der Mutterhauskirche vornahm, gibt es bei den Schulschwestern drei neue Novizinnen: S. M. Anne, S. M. Klara und S. M. Natalie. Als Bräute begrüßten sie den Erzbischof em. und zogen mit ihm in die Kirche ein. Er segnete das Ordenskleid, das sie aus seinen Händen in Empfang nahmen, um es in einem eigenen Raum anzuziehen. Als sie in die Kirche zurückkehrten, überreichte er ihnen das Stundenbuch und die brennende Kerze und nannte ihnen die neuen Schwesternnamen. S. M. Anne und S. M. Natalie behielten ihre Taufnamen. S. M. Klara (Margareta) hatte sich ihren Namen u. a. deshalb gewünscht, weil sie in Assisi zum ersten Mal aufmerksam gemacht wurde auf die Schulschwestern in Auerbach. Dr. Ludwig Schick sprach in seiner Predigt über Berufung, die von Gott kommt. „Wir dürfen Gott und seine Entscheidung nicht zerdenken und erst recht nicht zerreden. Deshalb ist heute zuerst Dank am Platz.“ Immer wieder werde er gefragt, warum in Auerbach jedes Jahr Einkleidung sei. Schnelle Antworten gebe er nicht gern. Aber er nannte einen Grund: „Weil die Schulschwestern mit Ernsthaftigkeit und Freude als Ordensleute leben und wirken. Das zieht an.“ Er zitierte Romano Guardini, welcher einmal schrieb: „Die Freudigkeit ist die Schwester des Ernstes.“ Und er fuhr fort: „Freudigkeit ist nur zu haben, wenn der Mensch ernsthaft, d. h. klar, entschieden, treu und eifrig, seiner Berufung entsprechend lebt und wirkt.“ Das wünschen wir unseren Neuen von ganzem Herzen.

Text und Fotos: Auerbacher Schulschwestern

 

 

 

 

 

Ewige Profess von Schwester Maria Ulrike Holfeld bei den Clemensschwestern

„Ihn suchen, den meine Seele liebt“

Erstveröffentlichung: Tag des Herrn

 

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Schwester Ulrike Maria (Mitte) während der Messe.

Schwester Ulrike Maria (Mitte) während der Messe. Foto: Clemensschwestern

Sie wuchs in Cottbus auf. Die Kirche Sankt Maria Friedenskönigin war ihr zweites Zuhause. Heute lebt Schwester Maria Ulrike Holfeld bei den Clemensschwestern in Münster. Hier legte sie ihre Ewige Profess ab.

Schwester Maria Ulrike Holfeld (39) von den Clemensschwestern in Münster ist ein Kind der Cottbuser Gemeinde, der heutigen Pfarrei Zum Guten Hirten. Sie sagt: „Hier erlebte ich ein sehr intensives Gemeindeleben. Die Feier des Kirchenjahres, das Gebet und meine Zeit als Ministrantin bilden die Grundlage für meine Berufung.“ In Cottbus leitete Holfeld unter anderem die Küstergruppe und wurde schließlich Oberküsterin der Kirche Sankt Maria Friedenskönigin. Auch das prägte die heute 39-jährige Ordensfrau auf ihrem Lebensweg. 
Am Fest der heiligen Maria Magdalena legte sie in der Mutterhauskirche der Clemensschwestern in Münster ihre Ewige Profess ab. Schwester Maria Ulrike wurde 1984 in Cottbus geboren und wuchs mit ihrem Zwillingsbruder in der Gemeinde auf. Nach erfolgreich absolviertem Wirtschaftsingenieurstudium führte ihr Weg sie zum Studium der Theologie nach Münster. Die Clemensschwestern lernte sie jedoch nicht erst in Münster kennen. Seit ihrem achten Lebensjahr konnte sie zwei der Schwestern und ihr Wirken in Cottbus erleben. „In Münster bezog ich dann während meiner Studienzeit ein Zimmer im Mutterhaus und so lernte ich die Gemeinschaft tiefer kennen“, sagt sie. Seit nunmehr acht Jahren gehört Maria Ulrike Holfeld zu den Clemensschwestern.Vor der Generaloberin Schwester Gisela Maria Manders besiegelte sie ihr Gelübde. Manders ist seit Januar 2022 Generaloberin des Ordens.

Christus suchen auf Gassen und Plätzen

Der Leitspruch von Schwester Maria Ulrike aus dem Hohelied lautet: „Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, die Gassen und Plätze, ihn suchen, den meine Seele liebt.“ Dieser Spruch begleitete Schwester Maria Ulrike über mehrere Jahre. Ihre Mitschwestern wünschten ihr: „Mögen diese Worte Sie immer wieder dazu bewegen, Jesus in sich, in Ihrem Leben und in der Welt zu suchen, damit er Sie finden kann.“ Der Spiritual des Priesterseminars Borromaeum, Matthäus Niesmann – der geistliche Begleiter von Schwester Maria Ulrike – griff den Spruch in seiner Predigt auf. Er beschrieb ihren Weg zu den Clemensschwestern, vom Glauben, Suchen, auch Zweifeln und der zu guter Letzt im Finden mündete. 
Die Eltern von Schwester Maria Ulrike, ihr Bruder mit Familie, Verwandte und Freunde nahmen am Fest teil. Auch im Altarraum wurde die Verbundenheit zur Heimat sichtbar: Dompropst emeritus Herbert Pollack, Propst Thomas Besch und Diakon Markus Schwitalla aus Wittichenau konzelebrierten im  Gottesdienst. Auf Wunsch von Maria Ulrike wurde zum Schluss des Tages das Neuzeller Wallfahrtslied gesungen, das in das Liedrepertoire des Klosters in Münster aufgenommen wurde.
Die Gemeinschaft der „Barmherzigen Schwestern“ wurde im Jahr 1808 durch Clemens August Freiherr Droste zu Vischering, dem damaligen Generalvikar und Administrator der Diözese Münster, gegründet.

(tei/tdh)

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