22. Juli 2016

Eine Visitenkarte zum Leben: Stiftung „Mutter und Kind“ in St. Petersburg

PetersbDK80Web (4)Wenn Domkapitular emeritus Herbert Pollack in seine Jackentasche greift und eine kleine Karte rausholt, dann ist es keine Visitenkarte mit seinen Kontaktdaten, sondern eine Karte um Leben zu retten. Auf dieser Karte stehen die Bankdaten von der Zustiftung „Leben retten“, die Herbert Pollack von zehn Jahren in St. Petersburg gegründet hat. „Vater Herbert“ – wie ihn die Mütter und deren Kinder sowie die Mitarbeiter der Caritas St. Petersburg hochachtungsvoll nennen – hat in den ersten sieben Jahren durch seine Stiftung an die 350 Kindern das Leben gerettet. Inzwischen sind es wohl weit mehr als 400 Kinder.

Das Ziel dieser Zustiftung ist: Schwangeren Frauen, die in ihrer Situation alleine und sitzengelassen wurden, materiell, seelsorglich und auch sozialpsychologisch zu helfen. Dabei geht es um Langzeitwirkung. Die Caritas in St. Petersburg unterstützt dabei auch das Umfeld. Die Familien, Freunde und Nachbarn werden mit einbezogen, damit eineinhalb Jahre nach der Geburt Mutter und Kind aufgefangen werden und sie nicht isoliert bleiben. Was in Deutschland und anderswo selbstverständlich ist, ist es in Russland nicht. „Dieses Jahr halfen wir nur neun von elf Frauen, ihre ungeplanten krisenhaften Schwangerschaften beizubehalten. Die Frauen kamen beängstigt und ratlos zu uns. Wir besprachen gemeinsam mit ihnen mögliche Wege für die Überwindung der Schwierigkeiten, halfen ihnen alles für die Kindespflege Notwendige vorzubereiten und stehen ihnen weiter bei.“ so Anastasia Lissanowa, die Leiterin des „Kompetenzzentrums für schwangere Frauen sowie für Familien und Frauen mit Kindern in schwieriger Lebenssituation“ der Caritas St. Petersburg.PetersbDK80Web (9)

Finanzieren lässt sich diese notwendige Hilfe durch die Zustiftung. Im Unterschied zu Spenden, die innerhalb kurzer Zeit ausgegeben werden müssen, gelangen die eingehenden Gelder der Zustiftung in das Stiftungsvermögen. Aus den jährlichen Erträgen kann dann geholfen werden. Die ersten 5.000 Euro kamen von Herbert Pollack, dem ehemaligen Propst in Cottbus, persönlich. Seitdem wird er nicht müde, um weitere Gaben, Mitstreiten für sein Herzensanliegen zu bitten, damit von mehr Menschen, insbesondere von den kleinen und hilflosen Not abgewendet wird. Als er am vergangenen Dienstag seinen 80. Geburtstag feierte, zog er wieder einmal seine „Visitenkarte zum Leben“ und bat nicht um persönliche Geschenke, sondern um Geld für die Zustiftung „Leben retten“.

PetersbDK80Web (1)Wenn auch Sie verzweifelten Frauen Hoffnung, geborenen Kindern Lachen, Betreuten in St. Petersburg Lebensfreude und Ungeborenen die Chance auf Geborenwerden schenken wollen, dann nehmen Sie sich das Herzensanliegen von „Vater Herbert“ und diese Visitenkarte zu Herzen:

STIFTUNG LEBEN RETTEN
IBAN DE 98 750903 00000 8203008
LIGA Bank eG
BIC GENODEF1MO5
Verwendungszweck: Zustiftung

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