17. Mai 2021

„DU erneuerst das Angesicht der Erde…“ – Renovabis Pfingstaktion

Renovabis Pfingstaktion 2021

DU erneuerst das Angesicht der Erde.

„DU erneuerst das Angesicht der Erde…“ – Renovabis Pfingstaktion

Ost und West

in gemeinsamer

Verantwortung

für die Schöpfung

 

 

Die Pfingstaktion 2021 nimmt eine global drängende Thematik in den Blick: die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit und damit unsere christliche Verantwortung für die Schöpfung. Alle Menschen wollen und sollen auf dieser Erde gut leben können. Eine Voraussetzung hierfür ist – neben vielen anderen –, dass wir den Reichtum und die Verletzlichkeit unserer Schöpfung erkennen und dass wir uns für die Bewahrung der Schöpfung verantwortlich fühlen. Diese Denkweise ist Renovabis mit seinem namensgebenden Psalm 104 ins Stammbuch geschrieben: „Du erneuerst das Angesicht der Erde“. Für das Kampagnen- und Jahresleitwort 2021 haben wir hinzugefügt: „Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung“.

Hilfe, die ankommt:

Die Corona-Pandemie erschwert  die Arbeit der Bischöflichen Hilfswerke, so auch die von Renovabis.

Damit Hilfe bei den Menschen ankommen kann, die sie dringend benötigen, in Zeiten, da nicht überall Gottesdienste gefeiert werden dürfen und damit dort keine Kollekten stattfinden, besteht die Möglichkeit des Spendens – entweder über den Spender-Service oder per Überweisung. Die Daten finden Sie unter dem nachstehenden Beitrag. Darüber hinaus ist an dieser Stelle der Jahresbericht 2020 eingestellt.

Ziele des Bischöflichen Hilfswerkes: Renovabis

  • Wir wollen sensibilisieren für die uns (als Kirchen und Gesellschaften) im Osten und Westen von Gott übertragene gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung und eine lebenswerte Zukunft für alle im „Gemeinsamen Haus“.
  • Wir wollen den Dialog zwischen Ost und West vertiefen, bestehende Diskurse verknüpfen und darüber informieren, wie komplex die Situationen und Zusammenhänge in unseren Partnerländern sind. Veranstaltungstermine
  • Wir bitten um Solidarität und Unterstützung von Initiativen und Projekten, die sich diesem Anliegen widmen.
  • Wir wollen zum Beten in der Tradition der ostkirchlichen Schöpfungsspiritualität einladen. Die diesjährige Pfingstnovene wurde auch ins Kroatische, Polnische und Ukrainische übersetzt und die muttersprachlichen Gemeinden dieser Nationalitäten sind zum gemeinsamen Novenengebet eingeladen. Pfingstnovene bestellen oder herunterladen

„Wir wollen für den Reichtum unserer Schöpfung sensibilisieren
und zugleich zu ökologisch verantwortlichem Handeln motivieren – ganz im Sinne der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus“, sagt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl.
Zugleich will Renovabis aufzeigen, vor welchen Herausforderungen die Menschen im Osten Europas nach Jahrzehnten erst kommunistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft beim Umwelt- und Klimaschutz stehen.

Die Pläne zur Gestaltung der Renovabis-Pfingstaktion sehen einen Schwerpunkt im Erzbistum Bamberg vor: Eröffnet wurde die Kampagne am 9. Mai durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick in einem Gottesdienst aus der Kirche Heilig Kreuz in Bensheim. Bischof Schick feierte die heilige Messe zusammen mit Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl.

Den Abschluss der Aktion bildet wie gewohnt der Pfingstgottesdienst am 23. Mai, diesmal in der Pfarrkirche Allerheiligen in Nürnberg.

In der Kampagnenzeit berichten Projektpartner aus Osteuropa in Schulen und Pfarreien über ihre Arbeit, dabei werden Hybrid- und Onlineformate geplant. Im Rahmen der Pfingstaktion findet auch eine Karikaturenausstellung statt, in der  Künstler aus Ost und West ihre Sichtweisen auf die Thematik darstellen.

„Echtes Zusammenstehen in der Not“

Renovabis stellt Jahresbericht für 2020 vor: Ein Jahr ganz im Zeichen der Corona-Pandemie

FREISING. Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis legt den Jahresbericht 2020 vor – einen Bericht, der ganz im Zeichen der Corona-Pandemie steht. Die COVID-19-Krise hat die Arbeit der Solidaritätsaktion fast das komplette Jahr über verändert und geprägt: Die Pfingstaktion musste beinahe komplett ausfallen, die beschränkte Anzahl an Gottesdienstbesuchern wirkte sich auch auf die Pfingstkollekte negativ aus. Doch trotz aller Einschränkungen durfte das Hilfswerk ein bewundernswertes Maß an Solidarität erleben – „ein echtes Zusammenstehen in der Not“, sagt Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl. Und so konnte Renovabis auch in diesen schwierigen Zeiten seinen Partnern im Osten Europas mit 24,8 Millionen Euro helfen und 578 Projekte unterstützen.

Mehr als die Hälfte des Geldes kam sozialen und Bildungsprojekten zugute, die andere Hälfte ermöglichte kirchlich-pastorale Projekte, christliche Medienarbeit sowie die Entwicklung von Laienstrukturen und katholische Verbandsarbeit. Das Spektrum war erneut sehr breit gefächert – und natürlich spielte die Pandemie eine wichtige Rolle. Renovabis bewilligte 56 Corona-bezogene Projekte in 18 Ländern und stellte dafür rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die ersten Monate waren geprägt von Soforthilfen: Essenspakete für Bedürftige, Schutzausrüstung für Pflegende oder medizinische Ausstattung für Krankenhäuser. In der zweiten Jahreshälfte half Renovabis unter anderem, die technische Infrastruktur zu verbessern, weil digitale Bildungs- und Beratungsangebote in den Partnerländern ‑ ebenso wie in Deutschland ‑ immer wichtiger wurden.

Einige Zahlen aus dem Jahresbericht: Während die Kollekten im Jahr 2020 einen deutlichen Einbruch um rund ein Drittel erlitten auf 3,01 Mio. Euro (2019: 4,39 Mio. Euro), durfte das Hilfswerk ein Plus bei den Spenden und Erbschaften verbuchen. Waren es im Jahr 2019 noch 6,49 Mio. Euro, stieg die Zahl 2020 auf 8,79 Mio. Euro. Auch im Jahr 2020 wurde Renovabis mit dem DZI Spendensiegel ausgezeichnet.

Das Hilfswerk blickt allerdings weiterhin mit großer Sorge auf die Situation in den Partnerländern: die Lockdowns haben langfristige soziale, wirtschaftliche und finanzielle Folgen nach sich gezogen. Diese sind derzeit noch kaum zu überschauen und dürften manche der erfolgreichen Konsolidierungsprozesse stoppen oder ihnen gar entgegenwirken. Renovabis nutzt deshalb neue (digitale) Wege, um über die schwierige Situation zu informieren – und baut weiterhin auf die Solidarität der Spenderinnen und Spender.

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