Die Kontaktgruppe der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz hat sich vom 28. bis 30. April 2026 zu ihrer jährlichen Sitzung in Płock, einer der ältesten Bischofsstädte Polens, getroffen. Neben dem Gastgeber, Bischof Dr. Szymon Stułkowski (Płock), nahmen die Co-Vorsitzenden der Gruppe, Erzbischof Dr. Stanisław Budzik (Lublin) und Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), sowie Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz) und Bischof Tadeusz Lityński (Zielona Góra) teil.
Ein zentrales Thema der Gespräche war die Kirchenentwicklung in den beiden Nachbarländern. Dabei zeigten sich – trotz aller Verschiedenheiten in der historischen und gesellschaftlichen Ausgangslage – ähnliche pastorale Herausforderungen. Die deutschen Bischöfe stellten unter anderem die 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung vor. Die polnischen Bischöfe berichteten von den Auswirkungen der demografischen Entwicklung in ihrem Land auf die katholischen Schulen und Universitäten und von der Arbeit für Migranten vor allem aus der Ukraine.
Die diesjährigen Gespräche umfassten auch Themen im Zusammenhang mit dem 300. Jahrestag der Heiligsprechung des heiligen Stanislaus Kostka, der in der Diözese Płock geboren wurde. Bischof Stułkowski sprach mit den Teilnehmern besonders über den geplanten Pilgerweg anlässlich dieses Jubiläums. Mit Blick auf die Feierlichkeiten äußerte er die Hoffnung, dass der geplante Pilgerweg auf den Spuren des Schutzpatrons des Bistums Płock von Wien nach Rom, dessen Route auch durch Deutschland führt, eine Gelegenheit zur Begegnung und zum Entdecken unserer Gemeinsamkeiten bieten werde. „Dieses Format ermöglicht es jedem, sich uns anzuschließen, wann immer er möchte. Sie können sich uns auch nur für ein oder zwei Tage anschließen, um unsere gemeinsamen Wurzeln und das, was uns vor allem eint, zu entdecken: den Glauben an Jesus Christus und das Bewusstsein, dass wir eine Kirche sind“, betonte der Bischof von Płock.
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