17. Juni 2015

Das Bistum Görlitz hat viel zu bieten – lassen Sie sich einladen

Liebe Besucher der Internetseiten des Bistums Görlitz,

wenn eine Leuchte am Armaturenbrett Ihres Fahrzeuges einen fast leeren Tank signalisiert, ist es Zeit, eine Tankstelle zu finden. Der Mitarbeiter in der Pressestelle sieht das Signal – und ist dann mal – ein paar Tage – weg. Derweil geht das Leben im Bistum Görlitz weiter. Einige wenige der vielen Ereignisse und Möglichkeiten sollen hier präsentiert werden. Lassen Sie sich einladen von dem flächenmäßig mit fast zehntausend Quadratkilometern großen Bistum.

Jedes Jahr findet in Görlitz vor den Sommerferien das ViaThea, das Straßentheater statt. Es zieht, wie das Altstadtfest Ende August, immer mehr Touristen an. In diesem Jahr wird das ViaThea durch die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt, so wie Sie in diesem Beitrag lesen können. Vom 2. bis 4. Juli können Sie in Görlitz dabei sein.

Lassen Sie sich einladen in den Spreewald. Neben Kahnfahrten, neben der Schönheit der Natur auf und zwischen den Wasseradern gibt es:

Das Wunder von Lübbenau im Pfarrhaus

Lübbenau (rs). Die Kirche kommt an den Rand der Stadt, so hatten es die Machthaber in der DDR für Lübbenau festgelegt. Wie die Kirche doch in die Mitte der Stadt kam, vom harten Kampf der Genehmigungen über Materialbeschaffungen unter dem Motto: „Mangel – Sorge – Gebet“ bis heute, zeigt die Pfarrgemeinde unter Pfarrer Matthias Grzelka im Pfarrhaus, Straße des Friedens 3a, in einer Ausstellung unter dem Titel: „Das Wunder von Lübbenau“. Da das Pfarrhaus nicht immer geöffnet ist, bitte anmelden unter: Telefon: 0 35 42/28 43 oder über E-Mail: info@hl-familie-luebbenau.de einen Termin vereinbaren.

Der zwei Mäntel hat, der geben einen ab, sagt die Heilige Schrift. Bischof Ipolt hat zwei Gotteslob-Bücher – und will eins in gute Hände geben:

Das beste Argument für ein Gotteslob

Görlitz/Augsburg (rs). Was macht Bischof Wolfgang Ipolt mit zwei Gotteslob-Büchern, nachdem er zu seinem 60. Geburtstag ein neues vom Domkapitel geschenkt bekam? Das alte stammt von seinem Vorgänger, Bischof Konrad Zdarsa. Bischof Ipolt wird es dem schenken und mit einer persönlichen Widmung versehen, der das beste Argument nennt, was er damit macht. Der Zeremoniar von Bischof Ipolt, Matthias Worbs, hat das Buch von Bischof Zdarsa unlängst signieren lassen. Einsendungen sind bis 31. August möglich – bitte an: Bischöfliches Ordinariat, Pressestelle, Carl-von-Ossietzky-Str. 41/43, 02826 Görlitz, E-Mail: presse@bistum-goerlitz.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nachdem Sie sich mit Ihren Argumenten beteiligt haben – dieses Angebot ist nicht nur auf Gläubige des Bistums Görlitz beschränkt – gibt es hier noch einen Geheimtipp. Ganz im Osten, an der Neiße, in Bad Muskau, befindet sich der Fürst-Pückler-Park:

 

„Göttliches auf Erden“ entdeckt

Neue Wege geht Gabi Kretschmer in der Missionarischen Pastoral – Bad Muskau ist ein Meilenstein

Von Raphael Schmidt

Bad Muskau. Göttliches auf Erde sehen und – mit allen Sinnen – erleben, am vorigen Wochenende wurde dies in Bad Muskau Wirklichkeit

An der Fuchsienbrücke im Pücklerpark in Bad Muskau stehen am Muttertag, dem 10. Mai, drei Frauen neben einem Bollerwagen, auf dem ein großer roter Apfel dominiert. Das blau gestrichenene Geländer der Fuchsienbrücke ist weithin sichtbar. Dort haben sich kurz nach Zwei etwa 30 Personen versammelt – die Biblische Führung durch den Park, die zweiten an diesem Tag, beginnt. „Göttliches auf Erden findet man an vielen Orten dieser Welt. Wer sich in diesen Park hineinbegibt, kommt in ein Kunstwerk, das seinesgleichen sucht. Fürst Pückler nennt das Naturmalerei. Statt Pinsel und Farben nutzt er die weiträumigen Wiesen, verschlungene, schleifenförmige Wasserläufe und Wege, die beiden Seen, die Bäume, die Blumen, wie sie angeordnet sind“, sagt Gabiele Kretscher, die erste der drei Frauen. Sie hat elf Stationen durch den weiträumigen Park vorbereitet. Nach dem ersten Text erhebt Audrey Larose-Zicat ihre Stimme. Die aus Kanada stammende Sopranistin singt Lieder, die zu den Texten und den Orten im Park passen. Von der Fuchsienbrücke geht es zur Liebeshöhe „eine Wohnung unter freiem Himmel – mit unterschiedlichen Salons – wie Pückler es bezeichnet“, erzählt Kretschmer, die sich kurz zuvor vorgestellt hat: „Ich arbeite beim Bistum Görlitz mit der konkreten Aufgabe, Gott auch außerhalb von Kirchen und Gemeinden auf vielfältige Weise erfahrbar werden zu lassen und begebe mich mit Ihnen auf Entdeckungstour“. Dem Zug folgt, mit dem Bollerwagen: Karin Ritter aus Görlitz, eine Architekin und Geo-Biologin. An den Stationen zaubert sie aus dem Wagen „Zutaten der Sinne“, die für das Gelingen des Weges wichtig sind. Am knorrigen Baum holt sie ein Weihrauchfass, Weihrauch, Kohle, Zündhölzer hervor, während Gabriele Kretschmer erklärt, was es mit Weihrauch auf sich hat, wofür es verwendet wurde und wird. Am Ölbaum wird Salböl herumgereicht, zum Probieren auf der Haut. Es ist selbst zubereitet, kein geweihtes. Station für Station geht es weiter auf dem Rundgang, beim Staunen mit allen Sinnen. Am Grab von Machbuse, einer Sklavin, die Pückler aus Mitleid in Kairo gekauft und nach Muskau mitbrachte als Pflegekind, ist ein gerissenes Herz auf dem Grabstein zu sehen. Schokoladenherzen werden ausgeteilt. Nach knapp zwei Stunden endet der biblische Weg. Teilnehmer sind begeistert. „Im Internet habe ich von dieser Biblischen Führung gelesen; das fand ich voll spannend. Das ist mal etwas anderes. Es ist sehr schön gemacht, toll!“, sagt Ute Lehmann aus Lübben. Gottfried Heider aus Weißwasser ist „positiv überrascht. Es war gut organisiert, auch das Wissen der Leute war gut. Die Sängerin war hervorragend. Es war eine gelungene Veranstaltung“. Martina Leunert aus Weißwasser sagt: „Die Psalmen haben mir richtig gut gefallen – der Gesang, besonders das französische Lied. Es war einfach alles sehr schön“.

Um 19 Uhr fand in der katholischen Kirche ein Konzert unter dem Titel „Paradiesäpfel“ für Harfe und Gesang, statt. Texte aus dem „Hohelied der Liebe“ wurden zwischen Musikstücken gelesen. Sängerin Sophia Backhaus hat dieses Programm erarbeitet und gemeinsam mit der Harfenistin Verena Jochum bereits an anderen Orten aufgeführt. Kurzfristig wurde sie krank. Ania Konieczny sprang ein, harmonierte hervorragend mit der Harfenistin. Für Gabriele Kretschmer passte dieses Konzert hervorragend zum 200. Pücklerjubiläum. Sie will „Kirchen, wo nicht mehr so viel geschieht, mit solchen Veranstaltungen hervorheben“. Das Bonifatiuswerk macht ihre Arbeit möglich und dies nutzt sie. Mit den  72 Minuten musikalische Spitzenleistungen erlebt Biblischen Führungen soll es weitergehen, wenn sich Personen finden, die diese durchführen. Sie wird dabei unterstützen. 82 Konzertbesucher sind gekommen, erleben 72 Minuten musikalische Spitzenleistungen. Der Applaus ist überwältigend. „Es war ein wunderschöner Muttertag“, sagt Christa Dübek.

Für Gabi Kretschmer passte dieses Konzert zum 200. Jubiläum des Pückler-Parkes. Sie will in kleinen Kirchorten mit solchen und ähnlichen Veranstaltungen Menschen in eine lebendige Kirche locken. Das Bonifatiuswerk macht ihre Arbeit möglich und dies nutzt sie. Mit den biblischen Führungen soll es weitergehen, wenn sich Personen finden, die sich mit Unterstützung von Gabi Kretschmer ähnliche Führungen zutrauen.

Die Fotos in diesem Beitrag sind während der Bibilischen Führung entstanden. Die Artikel in diesem Beitrag stammen aus der katholischen Wochenzeitung TAG DES HERRN

Zum Auftanken, zum Laden Ihrer Akkus, gibt es im Bistum Görlitz viele „Tankstellen“ – lassen Sie sich einladen. Bereuen werden Sie es nicht.

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