16. August 2019

Brot und Früchte verbinden am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel Rokitno mit Görlitz

Die Fotos aus Rokitno wurden dankenswerterweise von Marcin Siewruk, von der polnischen Zeitung GOSC, zur Verfügung gestellt.

Auf Einladung des Bischofs der Nachbar-Diözese Zielona Góra-Gorzów  Tadeusz Litynski feierte Bischof Wolfgang Ipolt das Festhochamt zum  Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August in Rokitno, einem wichtigen Marienwallfahrtsort in der Nachbardiözese Gorzów-Zielona Góra (Grünberg). An diesem Fest kommen vor allem die Bauern und Landwirte zur Heiligen Messe und danken für die Ernte des Jahres. Maria wird gefeiert als die schönste Frucht der Schöpfung und darum für alle anderen Früchte der Erde gedankt.

In diesem Jahr beteten die Bauern am Ende der Messfeier vor allem um Regen – denn das Gebiet unmittelbar an der Oder-Neiße Grenze leidet seit Wochen unter einer großen Trockenheit. Ein Vertreter der polnischen Regierung versprach in einem Brief des Ministerpräsidenten, der während der Feier verlesen wurde, den Bauern finanzielle Unterstützung angesichts der voraussichtlich schlechten Ernte.

Bischof Ipolt feierte die Heilige Messe in polnischer Sprache, was von den Gläubigen sehr dankbar aufgenommen wurde. Beide Bischöfe sind Mitglieder der deutsch-polnischen Kontaktgruppe der deutschen Bischofskonferenz. Besonders in dem Jahr, in dem sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal jährt, war die Teilnahme des Görlitzer Bischofs ein wichtiges Zeichen der Gemeinschaft der beiden Völker im vereinten Europa.

 

In Rokitno wurde Bischof Ipolt ein großes Brot und ein Früchtekorb geschenkt. Diese Gaben fanden sich am Abend, bei der Bischofsmesse mit Kräuterweihe in der Görlitzer Kathedrale St. Jakobus, am Altar wieder und wurden anschließend unter die Gottesdienstbesucher verteilt.

Bischof Ipolt ging in seiner Predigt auf die Schöpfung ein, die etwas „Geschaffenes, Kreatives, Geschenktes ist. Die Schöpfung, das Werk des Schöpfers ist uns anvertraut. Wir müssen unser Tun darum nicth nur vor den Menschen verantworten, sondern auch vor Gott“, sagte der Bischof unter anderem. Maria bezeichnete der Bischof als das „hervorragendste Geschöpf Gottes“.

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