25. Februar 2015

Bischof Ipolt trifft sich mit Taufbewerbern, segnet sie und lässt sie zur Taufe zu

Bischof Ipolt traf sich am vorigen Sonntag, dem 22. Februar, mit Taufbewerbern, ihren Seelsorgern, Paten und Gemeindereferenten im Klemens-Neumann-Heim in Görlitz. In einer Stunde der Begegnung erzählten die acht Taufbewerber dieses Jahres, wie sie zum Glauben fanden: Eine junge Frau aus Großräschen lernte vor zehn Jahren über das Internet einen Mann aus Bayern kennen. Jetzt ist es ihr Verlobter. Als er um etwas Wichtiges gebetet hatte und sich: „Negatives unerwartet zum Positiven gewandelt wurde, hat mich das sehr beeindruckt“, sagt sie. Im Glauben findet sie „ruhige Gelassenheit“. Ob man die nicht auch beim Yoga finden könne, wird sie gefragt. „Schon möglich, aber da hilft mir keiner.“ Eine sechsfache Mutter hat sich im vorigen Jahr taufen lassen. Bei ihrem jüngsten Kind hat sie dies entschieden. Jetzt ist einer ihrer Söhne unter den Taufbewerbern. „Ich möchte zur Gemeinde gehören“, sagt er. Den Tod der Mutter hat eine Taufbewerberin aus Forst bis heute nicht verkraftet. Im Glauben sucht sie Antworten. Die Wege zum Glauben an Gott sind vielfältig. Ein Mann aus Weißwasser fand eine „Bibel im Mülleimer. Die Texte darin haben mich angesprochen“. sagt der 40-Jährige. Fasziniert vom Glauben eines Mädchen, das in der russisch-orthodoxen Kirche ihre geistliche Heimat hat und der Atmosphäre in den Gottesdiensten, „mit dem fantastischen Gesang“, lässt sich ein junger Mann taufen. „Wir haben dafür Orgelmusik“, sagt er. Freunde und Familien gaben für die beiden Taufbewerberinnen aus Hoyerswerda Anstoß für erste Fragen, bis hin zur Entscheidung, sich taufen zu lassen.

In der anschließenden „Feier der Zulassung zur Erwachsenentaufe“ gaben die Pfarrer der Taufbewerber dem Bischof Empfehlungsschreiben. Vertreter der Gemeinden gaben Zeugnis für diese Katechumenen. „Gott hat Sie auf dem Weg des Glaubens und zur Kirche geführt…“ sagte der Bischof und fragte sie: „Sind Sie entschlossen, das Sakrament der Taufe zu empfangen und als Glieder der Kirche aus der Kraft der Sakramentes zu leben?“ Nach den Antworten: „Ich bin bereit“. segnete der Bischof jeden Taufbewerber einzeln und ließ alle acht zur Taufe zu.

„Fragen stellen, suchen, tasten, mit Menschen ins Gespräch kommen, die auf dem Weg schon weiter sind“, dies spricht der Bischof in der Predigt an. Im Evangelium ging es um die Männer, die Jesus hinterher gelaufen sind, wissen wollten, wo er wohnt. „Sie blieben bei Jesus – und das hat sie verändert“, sagt der Bischof. Er wünscht den Taufbewerbern, dass „dieser Anfang bei der Taufe gefestigt wird und weiter geht“: Und, dass er sich „auf die alten Christen verlassen muss, dass sie den neuen Stütze sind“. Im Stundengebet werde zurzeit für die Katechumenen gebetet. Zu den anwesenden Priestern gewandt, sagte der Bischof: „Jetzt haben wir Gesichter vor Augen; wir wissen für wen wir beten“.

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