3. März 2010

Adveniat ruft zu Unterstützung bei Wiederaufbau in Chile auf

Adveniat hat Chile nach dem schweren Erdbeben Hilfe beim Wiederaufbau zugesagt. Das Beben der Stärke 8,8 auf der Richterskala ereignete sich am Samstag um 3:34 Uhr Ortszeit. Nach jüngsten Berichten sind dabei mehr als 700 Menschen zu Tode gekommen. Rund 500.000 Wohnungen und Häuser sind zerstört worden. „Wir sind erschrocken über die Zahl der Opfer und die Höhe der Schäden. Gleichzeitig sind wir dennoch dankbar, dass keiner unserer Projektpartner ums Leben gekommen ist“, sagt Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka. Viele kirchliche Einrichtungen wurden teilweise stark beschädigt.
Besonders schwer getroffen sind neben der Erzdiözese Concepcíon die ländlichen Diözesen Rancagua, Talca, Linares, Chillán und Temuco. Nach Aussagen von Mons. Alejandro Goic, Bischof von Rancagua und Vorsitzender der Chilenischen Bischofskonferenz, sind bis zu 90% der Kirchen und kirchlichen Gebäude in dieser Zone zerstört. „Getreu ihrer Mission ist die Kirche Überbringer von Hoffnung, spiritueller Hilfe und solidarischem Handeln“, sagt der Bischof. „Chile, ich wünsche Dir Stärke und dass der Gott des Lebens uns alle segnen möge.“ Die chilenische Caritas leistet vor Ort Soforthilfe. Bisher hat die chilenische Regierung kein Hilfegesuch an die internationale Gemeinschaft gerichtet.
Ein Adveniat-Mitarbeiter wird voraussichtlich im Mai nach Chile reisen, um mit den Partnern vor Ort kirchliche Wiederaufbauprojekte zu besprechen.
Das Beben war nach Einschätzung von Experten bis zu hundert Mal heftiger als die Erdstöße der Stärke 7, die am 12. Januar Haiti erschüttert hatten. Das stärkste je gemessene Beben mit einer Stärke von 9,5 ereignete sich 1960 ebenfalls in Chile. Die Region gilt als erdbebengefährdet.

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