21. November 2016

Abschluss des Heiligen Jahres – Bischof Wolfgang schließt die Heilige Pforte in Neuzelle

Mit einer feierlichen Pontifikalvesper in der Wallfahrtskirche in Neuzelle ist am Christkönigssonntag das Heilige Jahr der Barmherzigkeit im Bistum Görlitz beendet worden. Nach der Ansprache von Bischof Wolfgang Ipolt  zogen die Gläubigen in einer Prozession ein letztes Mal durch die Heilige Pforte, bevor sie von Bischof Wolfgang geschlossen wurde.

Bischof Wolfgang zeigte sich in seiner Ansprache dankbar für dieses Heilige Jahr, das Papst Franziskus ausgerufen hat. Mit den Katechesen und den Andachten rund um das Thema Barmherzigkeit und nicht zuletzt durch die Beichtangebote im Zusammenhang mit dem Ablass, sei das Heilige Jahr bewusst wahrgenommen worden und ist mehr ins Bewusstsein gerückt, so Bischof Wolfgang.

Auch der Seelsorgeamtsleiter Markus Kurzweil zeigte sich über die große Teilnahme an den Veranstaltungen erfreut. Besonders freute es ihn, dass sich so viele Gläubige auf den Weg nach Neuzelle gemacht haben, um sowohl bei der Eröffnung als auch bei der Schließung der Heilige Pforte dabei zu sein. Seelsorgeamtsleiter Kurzweil: „Die Römer sind mit einer Heilige Pforte vertraut, aber bei uns gibt es nichts Vergleichbares. Um so schöner ist es, dass die Teilnahme bei so etwas Unbekanntem groß war. Ich bin positiv überrascht.“

Das Thema der Barmherzigkeit zog sich wie ein roter Faden durch das Bistum. Viele geistliche Angebote wurden über das Jahr vom Seelsorgeamt vorbereitet, die sowohl die Pfarreien als auch einzelne Personen gut angenommen haben. Auch wenn die Heilige Pforte jetzt geschlossen ist, das Thema der Barmherzigkeit muss weiterhin präsent sein. „Jetzt sind die Pfarreien am Zug, dass sie die Werke der Barmherzigkeit auch in die Praxis umsetzen und mit der Gemeinde gestalten“ – so der Wunsch vom Seelsorgeamtsleiter. Einen guten Beitrag dazu haben aber schon alle Gläubige aus dem Bistum Görlitz geleistet. Für das „HOT – Projekt“ der Caritas (Haushaltsorganisationstraining), das Sozialarbeit innerhalb der Familienpflege ist, damit die Selbsthilfefähigkeit der Familie wiederhergestellt werden kann, wurden im Laufe des Jahres über 10.000 Euro gesammelt. Das ist nicht nur eine sehr gute Summe, sondern zeigt auch den Beitrag der Kirche, den sie für die Gesellschaft leistet. Seelsorgeamtsleiter Kurzweil: „Das HOT-Projekt kommt nicht irgendwo zur Geltung, sondern hier in unserer Region, aber es kommt allen Familien, ob gläubige oder nicht, ob getauft oder nicht, zu Gute.“

Im Anschluss an die Pontifikalvesper gab es für alle Gottesdienstteilnehmer eine Stärkung und auch eine Erwärmung im Gemeindehaus von Neuzelle. Um das Heilige Jahr auch noch nachklingen zu lassen, gab Diözesankirchenmusikdirektor Thomas Seyda zum Abschluss ein Orgelkonzert in der Stiftskirche von Neuzelle. Dabei spielte er unter anderem das „Te Deum“ von Max Reger – einen festlicheren Ausklang für das Heilige Jahr der Barmherzigkeit hätte es nicht geben können.

Auch der RBB berichtete über die Schließung der Heiligen Pforte in Neuzelle. Hier zum Beitrag: Heilige Pforte in Neuzelle schließt.

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