2. April 2021

50. Bußgang der Männer – Glaubenszeugnis durch Görlitz

„Karfreitagnachmittag in Görlitz: Die Kreuzwege durch die Stadt sind zu Ende, die Karfreitagsliturgien ebenfalls. Doch damit endet das Gedenken an das Leiden Jesu in dieser Stadt noch nicht. Seit 50 Jahren beginnt um 18 Uhr der Bußgang der Männer“, mit diese Worten beginnt der Beitrag über den 50. Bußgang der Männer, der in der Kirchenzeitung TAG DES HERRN zum 28. März 2021 erschienen ist.

Das Glaubenszeugnis durch die östlichste Stadt Deutschlands, durch die Bischofsstadt Görlitz, fand statt. Bis kurz zuvor war es wegen der Pandemie unklar. Schlüssige Hygienekonzepte, Masken auch im Freien, Abstände, Ordner innerhalb der Gruppe und in der Anlage des Heiligen Grabes ermöglichten den Gang durch die Stadt. Jedes Jahr steht der Bußgang unter einem andere Thema. In diesem Jahr war es Josef, der Ziehvater Jesu. Papst Franziskus hat das Jahr des heiligen Josef ausgerufen, der vor 150 Jahren, im Jahr 1870, zum Schutzpatron der katholischen Kirche erklärt worden war.

Die Idee für den ersten Bußgang stammt von Boleslaw Kresak. Er bereitete ihn vor und am Karfreitag im Jahr 1971 fand er statt. 2006 übergab er dieses „Erbe“ an seinen Sohn Markus. Neben Männern und Jungen aus der Pfarrei nahmen Theologiestudenten, Priester, Bischöfe und Nuntien – diplomatische Vertreter des Heiligen Stuhls – daran teil. Bischof Wolfgang Ipolt und Generalvikar Dr. Alfred Hoffmann waren nicht nur in diesem Jahr dabei.

Aus Anlass des Jubiläums berichtete der mdr-Sachsenspiegel über dieses besondere Glaubenszeugnis von Laien. Der Beitrag erschien 19:08 Uhr, als der Bußgang endete gegen 20 Uhr in der Pfarrkirche Heilig Kreuz mit dem Segen, den Pfarrer Roland Elsner spendete. Der Beitrag des mdr ist hier zu sehen. Die kleinen Kreuze, die in dem Beitrag zu sehen sind, wurden aus Zollstöcken geformt. Markus Kresak hatte jedem Teilnehmer zu Beginn einen übergeben. Auf den beiden Rändern hatte er aufdrucken lassen: „1971 – Bußgang – 2021“, und auf der anderen Seite: „Deinen Tod o HERR verkünden wir!“.

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