9. Mai 2014

Bischof Ipolt bei Treffen der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe in Kattowitz

Bischöfe der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe, unter ihnen Bischof Wolfgang Ipolt, trafen sich vom 6. bis 8. Mai in Katowice/Kattowitz. Es war das 20. jährliche Treffen, das im Wechsel in einem Ort in Polen und Deutschland stattfindet. Die Deutsche Bischofskonferenz berichtet hier über das Treffen. Es wurden dabei Ereignisse aus dem Jahr 1981 lebendig, als die Bischöfe am Kreuzdenkmal auf dem Gelände der Kohlegrube „Wujek“ einen Kranz für neun am 16. Dezember 1981 ermordeten Bergmänner niederlegten. Jozef Czekalski war mit 48 Jahren der älteste, Pelka Andrzej mit 19 Jahren der Jüngste der Ermordeten. Einige Tage zuvor: Die Polizei (ZOMO) nimmt Oppositionelle gefangen. Radio- und Fernsehsender werden unter Kontrolle gebracht. Das Telefonnetz, auch der Botschaften und Konsulate, werden abgeschaltet. Die Zensur beim Briefverkehr wird eingeführt, Pressefreiheit eingeschränkt. General Wojciech Jaruzelski führt das Kriegsrecht ein, (weitere Informationen hier).

Bischof Wolfgang Ipolt bringt das Kreuzdenkmal mit den neun Erinnerungskreuzen, das er als Geschenk im Kleinformat erhalten hat, mit nach Görlitz: „Wir dürfen nicht vergessen, was in Polen zu Zeiten des Kriegsrechts geschah, welchen Mut und große Opferbereitschaft unsere polnischen Schwestern und Brüder aufgebracht haben, die auch uns zur Freiheit verholfen hat“, sagt der Bischof.

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