26. Juli 2020

Sankt Jakobus in Görlitz schaut am Patronatsfest nach Santiago de Compostela

„Wir feiern diese Heilige Messe nicht in, aber nahe zu unserer geliebten Kathedrale Sankt Jakobus. Auch eine Kirche aus Steinen braucht von Zeit zu Zeit eine grundlegende Erneuerung, damit sie weiter ihren geistlichen Dienst erfüllen kann“, sagte Dompropst Dr. Alfred Hoffmann während des Festgottesdienstes am Patronatsfest der Kathedrale St. Jakobus in Görlitz. Sie ist aus diesem Grund seit dem 10. Februar diesen Jahres geschlossen. Der Dompropst fügt an: „Das ist schmerzlich für alle, die sich dort heimisch fühlen, die diese Kirche als geistliche Oase schätzen. Wir erleben aktuell am eigenen Leibe: Zeiten der Erneuerung sind auch Zeiten des Verzichts“.

Das erleben derzeit auch die Pilger in der Mutterkirche aller Jakobuskirchen dieser Erde, in der Kathedrale in Santiago de Compostela. Sie wird seit Jahren saniert. Wie in Görlitz wurde sie vor einigen Jahren zuerst außen erneuert. Vieles ist inzwischen fertig. Vor mehr als einem Jahr wurde auch in Santiago die Innensanierung begonnen. Als Dompropst, Generalvikar und Pilger Dr. Hoffmann im vorigen Jahr zwei Wochen in Santiago zur Pilgerseelsorge war, war die  Kathedrale im Hauptschiff eingerüstet, wie jetzt die in Görlitz auch. Gottesdienste konnten darin,  wie jetzt auch in Görlitz,  nicht gefeiert werden. „Wir sind in andere Kirchen ausgewichen. Nur das Grab des Apostels Jakobus war den Pilgern aus aller Welt zugänglich. So wissen wir uns auch mit unserer Jakobus-Mutterkathedrale in einer gottesdienstlichen Fastenzeit verbunden. Das rote Messgewand, das ich heute trage, habe ich als sichtbare Brücke aus Santiago mitgebracht“, sagte Dr. Hoffmann.  Zu Beginn des Jahres 2021 soll wieder die Heilige Pforte der Kathedrale von Santiago de Compostela für das Heilige Jahr geöffnet werden. Immer wenn das Apostelfest auf einen Sonntag fällt, gibt es dieses Heilige Jahr.

Die baulichen Arbeiten in der Görlitzer Kathedrale gehen trotz Corona Pandemie planmäßig voran.  Architektin Doris Kohla, informierte nach der Eucharistiefeier über den aktuellen Stand – zunächst in begehbaren Teilen der Baustelle, später anhand von Fotos im Klemens-Neumann-Heim. Der Dompropst ist „zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen, zu Beginn des neuen Kirchenjahres, am Ersten Advent 2021 die Kathedrale wieder festlich in den Dienst zu stellen“, sagte er.

Pfarrer Norbert Joklitschke dankte am Ende der Feier Johannes Maesmans für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit beim Führen der Kirchenbücher der Pfarrei Heiliger Wenzel. Im Jahr 2012 wurde aus sechs Pfarreien eine.  Pfarrer Joklitschke war es wichtig, die Übergabe dieses Amtes von Herrn Maesmans an Cornelia Willich noch in seiner Zeit als Pfarrer von Görlitz geregelt zu haben, denn ab September ist er Pfarrer in Niesky. Die Gemeinde am Kirchort St. Jakobus dankte ihrem Seelsorger mit Ansprachen und Geschenken. An jedem Sonntag verabschiedet sich Pfarrer Joklitschke  in einem anderen Kirchort.

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