15. Juli 2020

Pfarrer Joklitschke wird in größter Pfarrei des Bistums, in Görlitz, verabschiedet

Nach acht Jahren in Görlitz, wurde der Pfarrer der Pfarrei „Heiliger Wenzel“ Norbert Joklitschke am Nachmittag des 12. Juli, bei einer Andacht in der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Görlitz verabschiedet. Diese Pfarrei ist inzwischen die größte  im Bistum.

In seiner Ansprache sagte Pfarrer Joklitschke unter anderem: „Wir erlebten und erleben mitten im Zusammenwachsen eine bedeutsame Entwicklung: Zuwachs! Die Pfarrei wächst und wächst. Das hat keiner so prognostiziert. Diese Vermehrung vollzieht sich leider nicht aufgrund missionarischer Erfolge, vor allem Zuzüge bereichern uns – überwiegend aus Polen. Wir erleben, dass aus den anfänglichen etwa 5.500 Kirchen-Mitgliedern inzwischen 7.500 geworden sind. Das ist eine große Freude und zugleich eine große Herausforderung für unsere Pfarrgemeinde. Wir bemühen uns auch weiterhin, eine herzliche Willkommenskultur zu entwickeln und mit Leben zu erfüllen“.

Zur Verabschiedung durften, um die „Corona-Abstände“ einzuhalten, nur geladene Gäste kommen. Der Vertreter der Ökumene, der ehemalige Regionalbischof und spätere Pfarrer der Görlitzer Innenstadtgemeinde, Dr. Hans-Wilhelm Pietz, sagte unter anderem: „Ich möchte stellvertretend für die ökumenischen Wegbegleiter dankbar zum Ausdruck bringen, wie gut uns Ihr Beitrag und Ihr Dienst der Verbindung hier getan hat, lieber Bruder Joklitschke. Sie haben die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Görlitz mit Geduld geleitet und mit Weisheit vorangebracht. Sie haben in Ihrem priesterlichen Eintreten gerade auch in der Ökumene dazu geholfen, dass Menschen zur Umkehr finden konnten“.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrei Heiliger Wenzel Christina Kunitzki sagte zu Pfarrer Norbert Joklitschke unter anderem: „Danke für acht Jahre in denen Sie uns zu einer Gemeinde zusammengeführt haben. Das waren Jahre der Aufbauarbeit an ,Baustellen‘ seelsorglicher, struktureller sowie auch personeller Art. Nicht zuletzt waren auch Baumaßnahmen zu bewältigen“.  Und: „In diesen acht Jahren waren sechs Pfarreien zu einer großen zu vereinen, die verschiedener nicht sein konnten. Das war für Pfarrer und die Gemeinden nicht einfach“.
Gruppen und Kreise der Pfarrgemeinde hatten ein Fotoalbum zusammengestellt. Dass es ein dickes Buch werden würde, weil so viele Gemeindemitglieder Seiten dafür geliefert haben, freut die Organisatoren – und macht es zu einer guten Erinnerung für den Pfarrer. Neben dem Buch „schenken wir Ihnen eine Reise, bei der Sie auftanken und sich mit viel Segen beschenken lassen sollen. Fahren Sie nach Lourdes! Danke!“, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Die Geschenke übergab sie gemeinsam mit Kirchenvorstand Andreas Kresak.

Pfarrer Joklitschke zeigte zu Beginn seiner Ansprache ein kleines Buch. „Mein Lebensweg im Herrn“ steht darauf. Eingetragen darin sind die Sakramente, die er in dieser Kirche empfing: Taufe, Erstkommunion und Firmung. Auch seine Primiz feierte er in diesem Gotteshaus. Ab September führt ihn sein „Lebensweg im Herrn“ 25 Kilometer nordwärts, zu den Menschen in Niesky, Rothenburg und Umgebung.

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