29. April 2020

Zeit vor dem Allerheiligsten – eine Anregung der Zisterzienser-Mönche von Neuzelle

Viele Kirchen sind offen und laden zu Gebet und Meditation ein. Die Zisterziensermönche von Neuzelle haben einen alten Text gefunden, der dabei eine gute Hilfe sein kann.

Johannes Maria Vianney, der Pfarrer von Ars, berichtete über ein Ereignis, das den heiligen Priester erstaunt hat. In der Kirche nimmt er, wie so oft schon, einen einfachen Bauern wahr, der stundenlang dort verweilt, ohne Buch oder Rosenkranz in den Händen, aber den Blick unablässig zum Tabernakel gerichtet. Der Pfarrer fragt ihn: „Was tust du denn hier die ganze Zeit über?“ Der Bauer sagte: „Ich schaue IHN an, und ER schaut mich an. Das ist genug.“ Der Bauer hat, so ist in einem Meditationstext zu dieser Geschichte zu lesen, erkannt, worauf es ankommt: Gott wahrnehmen, ihn ernst nehmen als denjenigen, dem die Menschheit alles zu verdanken hat: Leben, Sonne und Regen zur rechten Zeit, Gesundheit, Freiheit…
„Sei ein wenig für Gott da. Ruhe doch ein wenig in ihm aus“ so drückt es Anselm von Canterbury aus. Und die Zisterziensermönche aus Neuzelle? Sie haben einen meditativen Text beim Einkehrtag der Männer am 14. März vorgestellt. Er stammt von Antonius Maria Claret, geboren 1807 in Sallent bei Barcelona, Spanien. Als Sohn eines Webers war er dazu bestimmt, auch Weber zu werden, doch er fühlte sich als Priester berufen. Er wollte Menschen motivieren „Gott kennen zu lernen, ihn zu lieben und ihm zu dienen“. 1835 wurde er geweiht. Er war Ordensgründer und Erzbischof von Santiago in Kuba. 1870 starb er im Kloster Fontfroide bei Narbonne, Frankreich.

In der katholischen Kirchenzeitung TAG DES HERRN ist der Text von Antonius Maria Claret auf der Görlitz-Seite in einem Beitrag zu lesen, zum Ausdrucken und Auslegen in Kirchen ist er hier als pdf-Datei herunterzuladen.

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