22. März 2020

Laetare – freuet euch! – das fällt in diesem Jahr sehr schwer

Von einem besonderen Gottesdienst spricht Bischof Wolfgang Ipolt am Laetare-Sonntag in der Pfarrkirche „Heilig Kreuz“ in Görlitz. Die Türen sind verschlossen. Öffentliche Veranstaltungen sind verboten. Dazu gehören auch Gottesdienste. Nur die Menschen dürfen sich im Gotteshaus aufhalten, die für die Übertragung der Eucharistiefeier, die um 10 Uhr beginnt, nötig sind. Bischof Ipolt zelebriert die Feier, Generalvikar und Dompropst Dr. Alfred Hoffmann zelebriert und ministriert. Diözesankirchenmusikdirektor Thomas Seyda spielt die Orgel, Dr. Johannes Letzel singt vom Ambo aus. Die Lesungen und weitere Texte spricht Claudia Ulbricht. Zwei Techniker sitzen an den Mischpulten, Ordinariatsrat Markus Kurzweil, der Rundfunkbeauftragte des Bistums, ist für den technischen Ablauf zuständig. Laetare – das Freuen auf Ostern „fällt mir in diesem Jahr sehr schwer“, sagt Bischof Ipolt am Beginn der Heiligen Messe, in der er sich mit den Gläubigen im Bistum verbunden fühlt und alle Sorgen und  Ängste der Menschen einschließt und verspricht, auch über diese Eucharistiefeier hinaus für sie zu beten. 

Einige Kilometer weiter im Westen der Stadt strahlt die Sonne in die St. Hedwigs-Kirche. Auf einem Tisch sind Osterkerzen aufgereiht, zum Mitnehmen, Kasse des Vertrauens. Daneben liegen kleine laminierte Karten, auf denen die Geheimnisse des Rosenkranzes stehen. Neben dem Freudenreichen, Schmerzhaften und Glorreichen Rosenkranz stehen die fünf Geheimnisse des Lichtreichen Rosenkranzes, die durch Papst Johannes Paul II. den drei bekannten hinzugefügt wurden. Diesen Rosenkranz beten die Zisterziensermönche am Abend in der Stiftskirche in Neuzelle. Und wie bei den Eucharistiefeiern in Görlitz, in Neuzelle am Nachmittag – und in anderen Orten des Bistums – wird das Rosenkranzgebet und die anschließende Komplet der Mönche live über das Internet übertragen. Am kommenden Sonntag wird es ähnlich sein. Darüber wird jeweils aktuell berichtet.

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