13. März 2020

Hinweis des Bischofs zur aktuellen Situation angesichts der Coronaepidemie

 

 

 

DER BISCHOF VON GÖRLITZ

 

 

 

„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“

(Gaudium et spes, 1)                                                    

Hinweis des Bischofs zur aktuellen Situation angesichts der Coronaepidemie

Görlitz, den 13. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich wende mich heute an Sie angesichts der aktuellen Lage in unserem Land. Wie wir jetzt erleben, hat die Corona-Krise  Auswirkungen auf das gesamte öffentliche Leben. Auch das Leben unserer Kirche ist davon berührt. Viele Menschen sind derzeit verunsichert, auch im Hinblick auf die Teilnahme am Sonntagsgottesdienst.

Angesichts der Tatsache, dass von den Behörden inzwischen verschiedene Regelungen für öffentliche Veranstaltungen erlassen werden, möchte ich Ihnen bezüglich der Gottesdienste und anderer Gemeindeversammlungen für unser Bistum folgendes mitteilen:

Den Anweisungen der kommunalen und staatlichen Behörden bezüglich der Größe von Versammlungen ist in jedem Fall Folge zu leisten.

In bestimmten Fällen, z. B. in größeren Pfarreien, kann das bedeuten, dass auch Gottesdienste wegen der großen Teilnehmerzahl nicht stattfinden können.

Für diesen Fall gilt, dass es sich dem Kirchenrecht entsprechend um einen schwerwiegenden Grund handelt, weswegen eine Teilnahme an der Eucharistiefeier nicht möglich ist. Somit sind Sie von der Teilnahme an der Sonntagsmesse entschuldigt.

Ich bitte Sie, stattdessen am Fernsehen, im Radio oder im Internet eine Hl. Messe mitzufeiern und sich mit Ihrer Familie auf diese Weise mit der Gemeinschaft der Kirche zu verbinden. Während dieser Epidemie sind wir herausgefordert, auf eine andere Weise den Sonntag zu heiligen, als wir es gewohnt sind.

Liebe Schwestern und Brüder,

unser Leben ist immer in Gottes Hand. Darauf dürfen wir vertrauen. Beten wir in diesen Tagen besonders für die Ärzte und das Personal in den Krankenhäusern, die jetzt Großes leisten.

Gedenken wir auch der Wissenschaftler, die nach einer Möglichkeit suchen, diese Krankheit einzudämmen.

In der Lauretanischen Litanei rufen wir Maria an, als Heil der Kranken. Möge sie mit Ihrer Fürsprache besonders diejenigen begleiten und stärken, die erkrankt sind und mit dem Corona-Virus infiziert wurden.

Möge der Herr uns allen helfen, dass wir diese Krise aus der Kraft unseres Glaubens und mit Zuversicht bestehen. So können wir Zeugen für viele Menschen sein, die sich jetzt Sorgen machen und Ängste haben.

Mit herzlichen Segenswünschen grüßt Sie

Ihr Bischof

+ Wolfgang Ipolt

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