6. Januar 2020

Monsignore Arnold Schwarz in Cottbus verstorben

Gott, der Herr über Leben und Tod, hat seinen treuen Diener

Monsignore Arnold Schwarz

am Freitag, 3. Januar 2020 im Alter von 82 Jahren und im 56. Jahr seines priesterlichen Dienstes in seine ewige Freude heimgerufen.

Arnold Schwarz wurde am 14. November 1937 in Klopschen (Kreis Glogau) in Schlesien geboren. 1945 kam die Familie zunächst nach Thüringen und 1946 nach Cottbus, wo er sein Abitur ablegte. Da Arnold Schwarz die Hochschule für Bauwesen besuchen wollte, ging er zunächst als Maurer in die Lehre, die er 1957 mit dem Prädikat „Auszeichnung“ abschloss. In dieser Zeit nahm er aktiv an der katholischen Jugendarbeit teil und vertiefte seine Spiritualität und religiöse Bildung. Auf diesem Wege spürte er mehr und mehr den Ruf zum Priestertum. Daher ging er zum Erlernen von Latein und Griechisch nach Halle und begann 1958 das Studium der Philosophie und Theologie in Erfurt.

Die Priesterweihe empfing Arnold Schwarz am 28. Juni 1964 in Neuzelle. Nach fünfjährigem Dienst als Kaplan in Finsterwalde und Großräschen wurde er 1969 nach Erfurt berufen, wo er sechs Jahre im Priesterseminar als Subregens tätig war. 1975 kehrte er in den Dienst der Apostolischen Administratur Görlitz zurück und übernahm die Pfarrstelle in Finsterwalde. Von 1978-1987 wurde Pfarrer Schwarz zum Dekan des Dekanats Finsterwalde bestellt und war von 1983-1987 zugleich Pfarradministrator von Tröbitz. 1987 erhielt er die Ernennung zum Regens des Interdiözesanen Priesterseminars Bernardinum in Neuzelle und übernahm damit auch die Dozentur für Sakramentenpastoral und Weiherecht.

Die als Subregens in Erfurt gewonnenen Erfahrungen kamen Arnold Schwarz zu Gute, als er das verantwortungsvolle Amt des Regens im Priesterseminar in Neuzelle übernahm. Er förderte das geistliche Leben der Alumnen als wichtige Säule priesterlicher Existenz und bereitete sie auf die Heiligen Weihen vor. Dies war umso mehr eine Herausforderung, als die politischen Umbrüche 1989-1990 für die Priesterkandidaten auch Verunsicherungen mit sich brachten. Um eine fruchtbare Horizonterweiterung der Priesterkandidaten zu ermöglichen, pflegte Regens Schwarz lebendige Kontakte zu den benachbarten polnischen Priesterseminaren. In Dank und Anerkennung für seine Dienste als Priesterausbilder und Seelsorger wurde Regens Schwarz anlässlich der Abschlussfeier des Priesterseminars Bernardinum Neuzelle am 8. Juni 1993 der Titel des „Kaplans Seiner Heiligkeit“ (Monsignore) verliehen.

Nach der Verlegung des Neuzeller Priesterseminars im Sommer 1993 nach Erfurt stellte sich Regens Schwarz wieder der Pfarrseelsorge zur Verfügung. Von 1993-2006 erwies er sich als Pfarrer der Diasporapfarrei Lübbenau im Spreewald als umsichtiger, einfühlsamer Seelsorger, der sich durch seine väterliche Art beim Gottesvolk großer Beliebtheit erfreute. Er verstand es, für die Dienste der Pfarrei viele freiwillige Helfer zu gewinnen, mit deren Einsatz er ein reges Gemeindeleben förderte. Während dieser Zeit wurde Pfarrer Schwarz zum Dekan des Dekanats Finsterwalde-Lübben bestellt (1998-2004) und war Pfarradministrator von Schwerin (1999-2003). Im Presbyterium besaß er das Vertrauen der Mitbrüder, die ihn in den Priesterrat wählten. Bevor er 2007 in den Ruhestand trat und nach Cottbus umzog, war er ein Jahr lang Pfarradministrator der neuerrichteten kanonischen Pfarrei Lübbenau mit den Kirchorten Calau und Vetschau. Viele Jahre half er weiterhin nach Kräften in der Seelsorge verschiedener Pfarreien aus.

In Dankbarkeit für seinen Dienst für Gott und die Menschen bitten wir um das Gebet für den Verstorbenen.

Görlitz, am Hochfest der Erscheinung des Herrn, 6. Januar 2020

Für das Bistum Dr. Alfred Hoffmann, Generalvikar

Für das Dekanat Thomas Besch, Dekan

Für die Angehörigen  Edgar Schwarz, Bruder

Das Requiem feiern wir am Freitag, 17.01.2020, um 11.00 Uhr in der Propsteikirche St. Maria Friedenskönigin.

Die Beisetzung erfolgt anschließend, gegen 13.00 Uhr, auf dem Südfriedhof (Priestergräber) in Cottbus.

Monsignore Schwarz hat darum gebeten, zugunsten einer Spende für die Caritas St. Petersburg von Kränzen und Blumen an seinem Grab abzusehen.

Hier der Nachruf als pdf-Datei

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