2. September 2019

Bei der Bistumswallfahrt in Neuzelle wurde bei Hochsommer-Wetter das Silberne Bistums-Jubiläum gefeiert

Vor 25 Jahren gründete Papst Johannes Paul II. die Diözese Görlitz. Das Jubiläum der Bistumsgründung haben die Gläubigen gestern, am Sonntag, den 1. September, mit der Bistumwallfahrt in Neuzelle gefeiert. Diese findet in jedem Jahr am ersten Sonntag im September statt.

Bischof Wolfgang Ipolt hatte  Ehrengäste eingeladen, den Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Botschafter von Papst Franziskus in Deutschland, Weihbischof Andrzej Siemieniewski  aus dem Erzdiözese Breslau, in Vertretung von Erzbischof Dr. Jozef Kupny und Weihbischof Dr. Matthias Heinrich aus dem Erzbistum Berlin, in Vertretung von Erzbischof Heiner Koch.

Die Wallfahrt stand unter dem Jahresthema des Bistums: „Herr, zeige uns deine Wege!“ Diese Bitte lehnt sich an Psalm 25,4 an. In seiner Predigt  sagte er zu Beginn unter anderem: „In diesem Jubiläumsjahr für unser Bistum dürfen wir bei unserer Bistumswallfahrt dankbar zurückschauen auf den Glaubensweg und das Engagement der Bischöfe und Priester, der Seelsorgehelferinnen und Katecheten, der Ordensleute, die auch schon in den Jahrzehnten vor der Bistumsgründung im Gebiet der Apostolischen Administratur gewirkt haben. Wir dürfen danken für die Familien, die den Glauben ihren Kindern auch in der Zeit des verordneten Atheismus und einer menschenfeindlichen Weltanschauung weitergegeben haben. Der Dank für das Glaubenszeugnis so vieler Schwestern und Brüder gehört in diese festliche Eucharistiefeier am heutigen Wallfahrtstag.“ Hier steht die Predigt im Wortlaut.

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Görlitz verlieht erstmalig den Preis „Salzkorn der Erde“. Hartmut Schirmer, der Vorsitzende des Rates, sagte unter anderem: „Nun werden Sie fragen: Gibt es nicht schon genug Preise? Wofür soll ein solcher Preis denn gut sein und wofür wird er verliehen? Und kostet das nicht unnötig Geld? (…) Der Preis ist rein ideell. Er hat keine Dotierung, wohl aber eine Intention.“ Der Name „Salzkorn der Erde“ sagt schon etwas darüber aus, wofür der Preis verliehen wird. „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.“ (Mt, 5,13). Schirmer benennt die  „Salzkörner der Erde des Jahres 2019, den ArbeitsKreis Integration Cottbus (AKI). Namentlich nennt er: Susanne Adam, Sieglinde Binder, Iwona Cwiek, Claudia Schmidt, Ursula Vierhaus und Johanna Zabka.

Die Wallfahrtstunde gestalteten der Liedermacher, Komponist, Bildhauer und Musiker Siegfried Fietz, gemeinsam mit seinem Sohn Oliver Fietz auf der Bühne, neben der Stiftskirche mit einem geistlichen Konzert.

EWTN.TV hat das Wallfahrtshochamt live übertragen, auch auf einen Großbildschirm auf dem Stiftsplatz. Damit konnte die etwa 1400 Wallfahrer im Innern der Stiftskirche und davor den Gottesdienst mitfeiern. Zur Schlussandacht brachten die Ehrengäste Grußworte mit. (wird fortgesetzt)

Der wolkenfreie Himmel zeigte sich am Wallfahrtstag von der allerbesten Seite. Temperaturen um 30 Grad Celsius und Sonnenschein dominierten diesen Festtag, bis einige Zeit nach der Abschlussandacht dicke Wolken über dem Stiftsplatz  aufzogen und sich kurz danach in einem fulminanten Regenguß leerten. Die meisten Wallfahrter waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf den Heimweg.

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