11. Juni 2019

„Marathonlauf“ endet mit der Firmung am Pfingstsonntag noch lange nicht

Seit fast einem Jahr haben sich 34 Jugendliche aus der Pfarrei Heiliger Wenzel, Görlitz auf den Empfang des Sakramentes der Heiligen Firmung vorbereitet. „Wir haben uns in diesen Monaten bemüht, den Glauben der Jugendlichen zu stärken, neu zu hinterfragen und zu vertiefen. Im September gab es für diese Jugendlichen den Startschuss zur Trainingsvorbereitung, so haben wir diesen Firm-Kurs benannt, um die Entscheidung als Christ leben zu wollen, zu treffen“, sagte Gemeindereferentin Ingrid Schmidt am Pfingst-Sonntag in der Kathedrale St. Jakobus, als sie für 24 polnische und 10 deutsche Jugendliche von Bischof Wolfgang Ipolt die Spendung dieses Sakramentes erbat.

Gemeindereferentin Schmidt, die gemeinsam mit Franziskanerpater Lazarus Zukowski die Jugendlichen vorbereitet hat, begründet dies mit den Aktivitäten der Firm-Bewerber: „Wir haben diese lange Zeit der Vorbereitung mit dem Wunsch, einen Marathon laufen und erfolgreich abzuschließen zu wollen, verglichen. Um das zu schaffen, wird man wenigstens ein halbes Jahr vorher mit dem Training und einzelnen gezielten Übungen beginnen. So sah also auch der Trainingsplan der Firmvorbereitung unterschiedliche Übungen für die Jugendlichen vor.

So übten wir neu ein und vertieften die Praxis der gemeinsamen Feier der Heiligen Messe, um dadurch neu mit der Mitte unseres Glaubens in Berührung zu kommen.

Das gemeinsame Wochenende Ende Januar 2019 in unserem Jugendhaus, dem Don Bosco Haus Neuhausen, bei dem das Thema „Umgang mit Schuld – Beichten“ im Mittelpunkt stand war eine Höhepunkt des gemeinsamen Glaubenstrainings. Abseits vom gewohnten Alltag waren diese Tage ein gelungener Türöffner zu diesem für viele schwierigen Sakrament.

Die Teilnahme an einer Rorate-Messe im Advent, dem Anbetungssonntag oder des ökumenischen Jugendkreuzweges war ebenso Teil des Trainingsplanes wie verschiedene Workshop-Angebote mit unterschiedlichen Inhalten und das zehnstündige diakonale Praktikum, welches ein Zeichen der konkreten Nächstenliebe setzen wollte. Besuche in katholischen Familien unserer Stadt und der Austausch über das Leben als Christ im Alltag mit all seinen Fragen aber auch Chancen und der Stärkung, die man daraus ziehen kann waren auf dem Plan ebenso zu finden, wie die Einladung an der Jugendwallfahrt, am kommenden Wochenende, teilzunehmen.

Nach so einem erfolgreich absolvierten Marathonlauf sagen wohl die Wenigsten: Jetzt reicht es mir. Es war eine gute Erfahrung aber mehr möchte ich nicht.                            Das Gegenteil ist der Fall: man will dran bleiben, sich verbessern und setzt sich neue Ziele und Herausforderungen. An diesem Punkt stehen diese Firmbewerber heute.

Es soll weiter gehen. Jesus soll ihr ständiger Begleiter sein und um das Leben mit ihm zu leben bitten sie heute um Stärkung durch das Sakrament der Heiligen Firmung, den Heiligen Geist.

Mit diesen 34 Jugendlichen empfehlen wir Ihnen heute auch eine erwachsene Firm-Bewerberin. Sie hat im vergangenen Jahr ihren Glauben vertieft und bittet Sie nun um Stärkung und Bekräftigung ihres Glaubens durch das Firm-Sakrament.“

Dem Wunsch von Gemeindereferentin Schmidt entsprach der Bischof gern und spendete das Sakrament der Firmung. Den Firmlingen gab er mit auf ihre  weiteren Lebenswege, das sie den „Weg, der zu echtem wirklichen Leben führt“, weitergehen: „durch dick und dünn“ und dass sie  „Ja und Amen nur zu  Jesus, zu Gott, sagen“.

Nach dem Pontifikalamt erhielten die Firmlinge von Pfarrer Norbert Joklitschke und Pater Lazarus ihre Urkunden. Mit einer Rede, Blumen und einem Kasten „Franziskaner-Bräu“ bedankten sich die Gefirmten bei Ingrid Schmidt und Pater Lazarus, die ihnen geholfen haben, ihren Glauben zu befestigen und zu bezeugen und auf dem Weg weiterzugehen, den ihre Eltern mit der Taufe vorgezeichnet haben.

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