16. April 2019

Missa chrismatis: „Die Kraft der Sakramente, die in den heiligen Ölen sichtbar werden“

Die Missa chrismatis  ist in der Karwoche ein wichtiges Ereignis. Am heutigen Vormittag wurde sie in der Kathedrale St. Jakobus in Görlitz gefeiert. Es gehe um die „Kraft der Sakramente, die in den heiligen Ölen sichtbar werden“, sagte Bischof Wolfgang Ipolt, der in diesem Gottesdienst das Krankenöl, das Katechumenenöl und das Chrisamöl, in Anwesenheit der Priester des Bistums und von Gläubigen, weihte. „Jedes Sakrament bringt Menschen in Beziehung mit Christus. In unsere Fürbitten wollen wir alle einschließen, die im kommenden Jahr mit diesen Ölen in Berührung kommen werden“, sagte der Bischof zu Beginn der Feier. Seine Predigt ist hier nachzulesen.

Zuvor hielt der Regens des Bischöflichen Priesterseminars Sankt German in Speyer, Markus Magin, einen  Vortrag, der unter dem Thema stand: Ut unum sint – dass sie eins seien   

Der Regens fasst ihn so zusammen: „Gesprochen habe ich über den priesterlichen Dienst an der Einheit. Wir erleben derzeit, dass viele Streitfragen diskutiert werden, ob es in der Bischofskonferenz ist, ob in Rom oder in Pfarreien . Die einen würden gern ganz viel erneuern in der Kirche, verändern, Strukturen reformieren. Die anderen glauben, dass der Weg in die Zukunft dadurch gesichert wird, dass wir alles bewahren und festhalten. Das führt, so nehme ich es wahr, zu immer größerer Spannung. Deswegen wird mir seit Jahren immer wichtiger, was das Priesterdekret des Konzils schildert: Der Dienst an der Einheit, der zunächst bei den Bischöfen liegt, den aber die Priester in ihrem Anteil am Weihe-Amt auch haben. Der ist ihnen aufgegeben, ist aber kaum noch im Blick. Der Priester soll natürlich predigen, er soll Gottesdienste feiern, vor allem die Heilige Messe. Der Priester soll in der Seelsorge tätig sein. Dabei geht der Blick für den Dienst an der Einheit, der dem vorgelagert ist im Konzilstext, oft verloren. Mein Anliegen ist es, zu sensibilisieren dafür, dass wir durch die Einheit ein Zeugnis geben und dass dieses Zeugnis missionarisch wirkt, wie Christus sagt: dass ihr eins sein sollt, damit die Welt glaubt.“

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