5. September 2018

Stellungnahme von Bischof Ipolt zu Rücktrittsforderungen gegen Papst Franziskus

Aus aktuellem Anlass, den Rücktrittsforderungen an Papst Franziskus, der Kritik wegen Verhaltens im Hinblick auf Bischöfe in den USA, stellt sich Bischof Wolfgang Ipolt voll hinter Papst Franziskus.

 Statement von Bischof Wolfgang Ipolt

„Papst Franziskus ist derzeit in großer Bedrängnis. Man wirft ihm vor, er würde nicht konsequent genug durchgreifen in der Kirche, vor allem im Hinblick auf den Missbrauch an Minderjährigen durch Priester. Es ist einfach, den Rücktritt des Papstes zu fordern, wenn andere – Bischöfe und Priester – schwere Fehler gemacht haben oder weggeschaut haben. Wir können nicht wissen, wie viele Gespräche in manchem Fall schon geführt worden sind und wie wenig Reaktionen der Papst darauf erhalten hat.

Wenn jemand während seines Pontifikates immer wieder zu Buße und Umkehr aufgerufen hat, dann ist es Papst Franziskus. Denken wir nur daran, wie häufig er an die Beichte erinnert und dazu einlädt. Dafür bin ich ihm persönlich sehr dankbar. Gerade in westlichen Ländern wird dieser Ruf jedoch kaum gehört. Dieser Papst wird geliebt, weil er unkompliziert den Menschen zugewandt ist – dabei wird aber manchmal vergessen, dass er als Stellvertreter Christi ebenso auch dem Herrn zugewandt ist und seine Anliegen vertritt. Ich wünschte mir, dass dies von manchem Kritiker mehr gesehen würde. Dann würden vielleicht auch seine Worte zur Umkehr ernster genommen als bisher. Ich kann dem Papst jetzt nur Starkmut und Zuversicht wünschen für seinen so wichtigen Dienst der Leitung“, sagt Bischof Wolfgang Ipolt.

Das beigefügte Foto vom  L’Osservatore Romano entstand am 31. Juli 2018 in Rom. Bischof Ipolt traf dort Papst Franziskus anlässlich der internationalen Ministranten-Wallfahrt.

 

 

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