24. Juli 2018

„Menschen, die sich in besonderer Weise auf den Ruf Christi einlassen“ – Priesteramtskandidaten besuchen Görlitz

„Heute darf ich in der Heiligen Messe besondere Gäste begrüßen: Aus dem Erzbistum Bamberg, aus dem Priesterseminar, sind zu uns gekommen: Regens Ewald Sauer und Spiritual Michael Dotzauer. Mit ihnen sind acht Priesterkandidaten gekommen. Einer stammt aus unserem Bistum, aus der Pfarrei Heiliger Wenzel hier in Görlitz, Johannes Ehme – die meisten kennen ihn“, sagte Generalvikar Dr. Alfred Hoffmann am vorigen Sonntag am Beginn der Heiligen Messe in der Kathedrale St. Jakobus in Görlitz. Weiter sagte er: „Immer dann, wenn wir an Priesterausbildungen denken, denken wir daran, dass wir Menschen brauchen, die sich in besonderer Weise auf den Ruf Christi einlassen und die sichtbar auch Verantwortung übernehmen. Jeder von uns tut das auf seine eigene Weise. Durch Taufe und Firmung sind wir dazu berufen, in der Kraft des Heiligen Geistes als Christen unterwegs zu sein.“

Unterwegs waren auch die Jünger, im Evangelium, das in diesem Gottesdienst gelesen wurde, als Jesus ihnen die Aufgabe erteilte: Gebt ihr ihnen zu essen. Von 5000 Männern ist die Rede, die satt werden wollten, Frauen und Kinder noch nicht eingerechnet. Die Frage, wann denn die Jünger gegessen haben, wird im Evangelium nicht beantwortet. Sie stelle sich aber. Darauf ging Regens Sauer unter anderem in seiner Predigt ein, die hier im Wortlaut nachzulesen ist.

Regens Sauer sagte nach der Eucharistiefeier: „Wir haben in Bamberg das Propädeutikum – das heißt: das erste Ausbildungsjahr der Priesteramtskandidaten. Es gibt eine Kooperation zwischen den nord-bayerischen und den ostdeutschen Diözesen. Und nachdem Johannes Ehme aus Görlitz seinen Weg beginnt in der Ausbildung zum Priester, ist er in diesem Jahr in Bamberg gewesen.  Um die Verbindung zu den einzelnen Heimatbistümern entsprechend herzustellen und sie mit Leben zu erfüllen, besuchen wir jedes Bistum, aus dem jeweils ein Kandidat kommt. Insgesamt ist es eine Kooperation mit neun Bistümern, wobei in diesem Jahr die Kandidaten nur aus sechs Diözesen kommen, aus Bamberg, Würzburg, Speyer, Eichstätt, Dresden-Meißen und Görlitz. Neben Bamberg haben wir in den letzten zwei Monaten die restlichen fünf Diözesen besucht. Normalerweise geschieht dies mit einem eintägigen Ausflug und einem Gespräch mit der jeweiligen Diözesanleitung und zum Kennenlernen der Bischofsstadt und der Diözese. An diesem Wochenende sind wir im Osten. In Dresden hatten wir eine Stadtführung und eine Führung in der Hofkirche, der Dresdner Kathedrale, mit anschließender Abendmesse. Wir waren auch in Meißen, haben uns dort den Dom angeschaut, hatten gestern Abend eine Begegnung mit der Diözesanleitung in Dresden und heute sind wir hier in Görlitz. Jetzt, nach der Heiligen Messe, werden wir einen Blick in das Ordinariat werfen, danach wird ein Gespräch mit dem Generalvikar sein. Am Nachmittag besuchen wir die Heimat-Kirche St. Johannes-Franziskus in Görlitz-Weinhübel. Dort beten wir noch die Vesper und danach fahren wir zurück nach Bamberg.“

 

Zurück