25. Mai 2018

„Gottes wunderbare Anwesenheit unter uns Menschen“ gefeiert – deutsch-polnischen Fronleichnamsfeier

Das Fronleichnamsfest wurde heute, am Donnerstag, dem 31. Mai, dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi, wieder, wie vor vier Jahren, gemeinsam mit den katholischen Christen aus Zgorzelec gefeiert.

Die Eucharistiefeier begann um 16 Uhr in der Kirche St. Bonifatius in Zgorzelec. Bischof Wolfgang Ipolt stand der Feier vor. Der Bischof der Diözese Liegnitz, Zbigniew Kiernikowski, predigte im Wechsel in polnischer und deutscher Sprache. Er sagte unter anderem: „Wir feiern Gottes Fest, aber auch das Fest der Menschen, weil Gott anwesend ist in den Gestalten von Brot und Wein. Es ist seine wunderbare Anwesenheit, in der Gott zu uns herabsteigt in unsere armselige Situation. Es ist nun an uns, unser Leben auf Christus auszurichten und durch alle Hindernisse hindurch mit ihm zu leben. Dieses Brot speist uns nicht nur in diesem Leben, dieses Brot bereitet uns für das ewige Leben vor“, sagte Bischof Kiernikowski. Er verwies auf den auferstandenen Jesus, der „zu als neuer Mensch kam und der uns, als unser Bruder, zum Vater führen will. Wir müssen bereit sein, uns vom Irdischen auf das Himmlische auszurichten und uns diesem Geheimnis hingeben, damit Christus uns hin zu Gott wandelt, hin zum Vater.“

An die Eucharistiefeier schloss sich die Prozession an. Sie führte durch die Straßen von Zgorzelec, über die Brücke „Papst Johannes Paul II. und endete vor der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Görlitz. Auf der Brücke spendeten die beiden Bischöfe nacheinander mit der Monstranz den Segen in alle vier Himmelsrichtungen.

Zur Fronleichnamsfeier hatte Bischof Wolfgang Ipolt eingeladen. Hier die Einladung auf  Polnisch und hier auf Deutsch. Bischof Ipolt schreibt darin unter anderem: „Es ist gerade in unserer Zeit ein wichtiges Glaubenszeugnis, das wir an diesem Tag gemeinsam als deutsche und polnische Katholiken geben. In einem immer mehr zusammenwachsenden Europa ist die Eucharistie ein wichtiges Zeichen der Einheit auch unter den Völkern. Wir brauchen Christus als den, der uns den Weg zum Leben in Fülle zeigt. Dass wir gemeinsam als Polen und Deutsche diesen Weg einschlagen und dem Herrn folgen wollen, drücken wir symbolisch in der Prozession aus.“

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