15. Februar 2018

Aschermittwoch: … geh ich von dir zu dir

Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, mit der sich katholische Christen auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten vorbereiten. Zum Beginn dieser österlichen Bußzeit wird nach alter Tradition das Aschekreuz als äußeres Zeichen der Bußgesinnung den Gläubigen aufgelegt.

Beim Aschermittwochs-Gottesdienst in der Görlitzer Kathedrale ging Bischof Wolfgang Ipolt auf das Gottesloblied „Und suchst du meine Sünde“ (Nummer 274) ein. Dieses Gottesloblied begleitet mit seinem tiefen Text und mit seiner getragenen Melodie eindrücklich die österlichen Bußzeit:

„Und suchst du meine Sünde, flieh ich von dir zu dir, Ursprung, in den ich münde, du fern und nah bei mir.
Wie ich mich wend und drehe, geh ich von dir zu dir, die Ferne und die Nähe sind aufgelöst hier.
Von dir zu dir mein Schreiten, mein Weg und meine Ruh, Gericht und Gnad, die beiden bist du und immer du.“  

Die Lesungen vom Aschermittwoch machen sichtbar, dass es nicht darum geht, den Verzicht für alle sichtbar vor sich herzutragen. Auf unser vierzigtägiges Fasten und Büßen ist Gott nicht angewiesen, aber wir sind auf sein Erbarmen angewiesen: „…geh ich von dir zu dir…“

Gemeinsam mit Generalvikar Dr. Alfred Hoffmann und Domvikar Markus Kurzweil spendete Bischof Wolfgang das Aschekreuz auf die Stirn der Gläubigen: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“

⇒ Weisungen zur kirchlichen Bußpraxis

 

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