19. Juni 2014

2.500 Gläubige bei deutsch-polnischer Fronleichnamsprozession über die Neiße


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Görlitz/Zgorzelec. Rund 2.500 Christen aus Polen und Deutschland haben am Donnerstag in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec gemeinsam Fronleichnam gefeiert. In einer Prozession zogen die Gläubigen mit der Monstranz mit der geweihten Hostie vom polnischen Zgorzelec über die Papst-Johannes-Paul-Brücke ins deutsche Görlitz. Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt sagte in seiner Predigt auf deutsch und polnisch „Zgorzelec und Görlitz – diese Orte sind bewohnt – nicht nur von Menschen, sondern auch von Christus, dem Herrn, der uns seine Gegenwart schenkt“. Die Gegenwart Christi in Gestalt der geweihten Hostie sei ganz einfach auszudrücken. Mit den Worten des Hl. Pfarrers von Ars: „Er ist da!“ – oder mit den Worten von Frère Roger, als er eine katholische Kirche betrat: „Dieser Ort ist bewohnt!“, sagte Ipolt.
Die Hl. Messe konzelebrierten auch Erzbischof Piero Marini, der Präsident des Päpstlichen Komitees für die Eucharistischen Kongresse, und Erzbischof Konrad Krajewski, der als päpstlicher Almosenier im Vatikan für die Verteilung von Spenden an Bedürftige in der Stadt Rom verantwortlich ist. Die Kurienerzbischöfe trugen auch die Monstranz in der Prozession und spendeten den Gläubigen den eucharistischen Segen. Der emeritierte Liegnitzer Bischof Stefan Cichy und der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt spendeten auf der Neißebrücke den bereits traditionellen Segen in alle vier Himmelsrichtungen.
Konrad Krajewski sagte in einer Ansprache an die Gläubigen „Ich überbringe Ihnen Grüße von Papst Franziskus – an Polen und an Deutsche. Der größte Schatz den wir haben, ist das Allerheiligste Sakrament“. Jesus sei nicht nur in der Kirche gegenwärtig, sagte Krajewski. Die Fronleichnamsprozession sei ein Zeichen dafür. Mit jeder Eucharistiefeier würde Jesus hinausgetragen. „Wir sollen dabei wie eine Monstranz sein. Wir dürfen ihn nicht verdecken“, sagte Krajewski.
Die Prozession wurde von zahlreichen Fahnenträgern angeführt. Polnische Katholiken trugen Madonnenstatuen und ein Bildnis des Heiligen Papst Johannes Paul II. auf ihren Schultern. Mädchen streuten Blumen auf dem Prozessionsweg. Die Bergmannskapelle des Braunkohlentagebaues Türchau (Turow) begleitete die Prozession mit Blasmusik.
Die gemeinsame Fronleichnamsfeier in Görlitz/Zgorzelec war der feierliche Abschluss des ersten Eucharistischen Kongresses in der Diözese Liegnitz (Legnica) unter dem Titel „Pan mój i Bog mój“ (Mein Herr und mein Gott) vom 8. bis 19. Juni.
Die deutsch-polnische Fronleichnamsfeier in der Neißestadt fand in diesem Jahr zum siebten Mal seit 1991 statt.

Die Predigt von Bischof Wolfgang Ipolt finden Sie hier als PDF-Dokument zum Nachlesen.

Text und Fotos: © Markus Kremser

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