19. Februar 2018

Bischof Wolfgang lässt sechs Taufbewerber zu den Sakramenten zu

Bischof Wolfgang Ipolt hat am 1. Fastensonntag im Rahmen einer Andacht sechs Taufbewerber aus den Pfarreien Cottbus, Lübbenau, Senftenberg, Weißwasser und Wittichenau zugelassen. Die Kandidaten sind zwischen 15 und 63 Jahre alt: fünf Frauen und ein Mann. Für Bischof Wolfgang sei dies einer der wichtigsten und schönsten Gottesdienste im Jahr, „weil Menschen Christus gefunden haben und sich am Beginn der österlichen Vorbereitungszeit auf den Weg machen“ so Bischof Wolfgang zu Beginn der Andacht.

Zusammen mit den Verwandten und Begleiter/-innen aus den jeweiligen Pfarreien freute sich Bischof Wolfgang über deren Entschluss, der Gemeinschaft der Kirche angehören und Jesus Christus nachfolgen zu wollen. In der kommenden Osternacht werden die Taufbewerber in ihren Heimatpfarreien durch den Empfang der Sakramente vollständig in die katholische Kirche aufgenommen.

In seiner Predigt bezog sich Bischof Wolfgang auf den 1. Petrusbrief, der eine große Katechese, ein Trostschreiben vor allem für diejenigen sei, „die gerade Christen geworden sind und nun unter dem Unverständnis ihrer Umgebung manches zu erdulden haben“. Nicht nur in der heutigen Zeit erwecken die christlichen Überzeugungen Fremdheit und Anstoß. „Aber gerade in diesem neuen österlichen Lebensstil sollen die Getauften zuversichtlich bleiben und mit demütigem Selbstbewusstsein Zeugen für das österliche Leben werden“, betonte der Bischof. Die Taufe ‚dient nicht dazu den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi‘ (1 Petr 3,21). Weil Christus durch den Tod am Kreuz hinübergegangen ist in das Leben und so den Tod besiegt hat, möchte er uns alle dorthin nehmen: „Im Taufbrunnen wird der alte Mensch ertränkt, stirbt er und wir werden neue Menschen – andere, von Ostern geprägte Menschen.“

Für die Vorbereitung auf den Tag der Taufe und der Eingliederung in die Kirche, schlägt Bischof Wolfgang den Katechumenen vor, sich „in einer Sache des Glaubens zu verabreden“. „Vereinbaren Sie zum Beispiel gemeinsam mit Ihren Paten ein Gebet für jeden Tag oder einen Verzicht, den Sie auf sich nehmen“ so Bischof Wolfgang. Eine Verabredung in Sachen des Glaubens ist immer eine innere Stärkung und eine Bekräftigung der eigenen Motivation. „Kurz gesagt bedeutet das: Werden Sie mit denen, die schon Christen sind, ein österlicher Mensch!“

Nach der Predigt stellten die Vertreter/-innen aus den jeweiligen Pfarreien dem Bischof und der anwesenden Gemeinde die Taufbewerber vor. Die Heimatpfarrer baten Bischof Wolfgang um die Zulassung der Katechumenen zu den Sakramenten des Christwerdens. Nach einem Segensgebet legte Bischof Wolfgang dem einzelnen Bewerber die Hand als Zeichen des Segens auf.

Als Erinnerung und Geschenk überreichte Bischof Wolfgang den Kandidatinnen und dem Kandidat ein kleines Weihwasserbecken für ihr zu Hause. „Wenn Sie Ihre Wohnung, Ihr Haus verlassen, dann sprechen Sie ein kleines Gebet: Herr, lass mich gläubig werden und gläubig bleiben!“ Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen die Katechumenen Weihwasser für ihr zu Hause mit.

Noch vor dem Gottesdienst trafen sich die Taufbewerber zu einer persönlichen Begegnung mit dem Bischof und zum Austausch untereinander.

 

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