31. Januar 2018

Joachim Rudolph erhielt den Verdienstorden „pro Merito Melitensi“ des Malteserordens

Joachim Rudolph hat viele Jahre das St. Wenzeslaus-Stift – Bildungshaus des Bistums Görlitz – geleitet. Er ist auch Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes im Bistum und erhielt nun den Verdienstorden des Souveränen Malteserordens, das Offizierskreuz pro Merito Melitensi.

An Katholikentags-Ständen des Diözesanrates des Bistums Görlitz ist Joachim Rudolph ebenso präsent wie am Görlitzer Postplatz beim Muschelminna-Fest, das der Aktionskreis für Görlitz organisiert, dessen langjähriger Vorsitzender er war. Er moderiert das ökumenische Gemeindefest in Görlitz-Rauschwalde ebenso, wie Konzerte mit Siegfried und Oliver Fietz, sowie einem Projektchor aus über 70 Sängern, erst vor einigen Tagen wieder. Er ist tage- und nächtelang Helfer bei den Hochwassereinsätzen in August 2002 in Bad Schandau und versorgt 2010 Hochwasseropfer in Görlitz. Die Malteser Gliederungen in Görlitz, Cottbus und Hoyerswerda hat Joachim Rudolph mitbegründet. Zugleich sorgte er mit für den Aufbau der Hospizdienst in Görlitz, Cottbus und Hoyerswerda. Er ist Mitglied des Bundespräsidiums des Malteser Hilfsdienstes. Seit Mai 2017 ist er, wiederum ehrenamtlich, im Vorstand des Förderkreises des Malteser Krankenhaus St. Carolus Görlitz und dessen zweiter Vorsitzender. Alle ehrenamtlichen Aktivitäten aufzuzählen – und keine zu vergessen, gelingt wohl nur ihm selbst. Joachim Rudolph ist Matrose, Steuermann, Kapitän, Soldat und Offizier in einer Person. Eben noch als Mann auf der Brücke, verankert er wenig später das Schiff am Kai. Nun wurde er offiziell mit dem Offizierskreuz des Malteserordens geehrt.

Der Kanzler des Souveränen Malteserordens in Deutschland, Stephan Freiherr Spies von Büllesheim, der Vertreter dieses Ordens in Deutschland, verlieh dem langjährigen Malteser im Ehrenamt vor kurzem Orden und Urkunde des Verdienstkreuzes „pro Merito Melitensi.“ Mit diesem Offizierskreuz werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um die Ehre und das Ansehen des Souveränen Malteser Ritterorden verdient gemacht haben. Die Wahl für Joachim Rudolph fiel direkt in Rom. Stephan Freiherr Spies von Büllesheim, Kanzeler der Malteser in Deutschland, sagte bei der Übergabe unter anderem: „Herr Rudolph ist seit vielen Jahren der Diözesanleiter in Görlitz. Ihm wird nun für seine Verdienste vom ehemaligen Großmeister des Malteser Ordens, Matthew Festing, dieser Orden verliehen“. Bernhard Wittig, Geschäftsstellenleiter des Malteser Hilfsdienst in Görlitz, arbeitet seit vielen Jahren mit Rudolph zusammen und sagt: „Jochen Rudolph hat von Anfang an die Dienste in Görlitz geprägt.“

Mit Joachim Rudolph erhält diesen Orden ein Mann, der Hände reicht, der Brücken baut – zu den Nachbarn nach Polen ebenso wie mit Hilfsgüter-Transporten nach Rumänien. Das war zur Wende. Auf dem Weg nach Rumänien lernte er bei einem Zwischenaufenthalt in Budapest die Malteser kennen, die für die Koordination verschiedener Hilfen und Transporte nach Rumänien sorgten. Unter dem Eindruck des Engagements der Malteser in Ungarn kehrte Rudolph nach Görlitz zurück und wurde mit dem späteren Diakon Bernd Schmuck zum Mitbegründer des Malteser Hilfsdienstes in Görlitz. Damit entstand die erste Malteser Gliederung in den neuen Bundesländern.

Als der Dienst am 14. September 1990 in Görlitz mit einem festlichen Gottesdienst offiziell gegründet wird, ist er schon lange dran an dem Projekt, bringt es auf den Weg. Zuvor, im Wendejahr 1989 war er Mitbegründer des Neuen Forums, (später Bündnis90-Grünen), sitzt lange im Stadtrat und kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters. Dass er nicht OB wird, hat nichts mit seiner Person zu tun. Statt die Stadt zu leiten, zieht er überall, wo er rankommt, Strippen. Er engagiert sich für Tourismus, dabei für die touristische Route im Dreiländereck „via sacra“. Er ist ehrenamtlich am Heiligen Grab in Görlitz als Führer tätig, sorgt auch mit für Ausstellungen in der Nikolaikirche, bspw. eine Auswahl von Bildern und Skulpturen von Siegfried Fietz. Diesen Künstler konnte er, dank langjähriger Freundschaft der beiden Familien, ins Wenzeslaus-Stift nach Jauernick, zu Singewochen, holen, seit nunmehr 14 Jahren. Das Haus hat er 14 Jahre lang, bis Anfang 2017, geleitet. Bei der Staffelstab-Übergabe an den neuen Leiter sagte der Generalvikar des Bistums, Dr. Alfred Hoffmann unter anderem: „Sie waren stets offen für Anliegen, sind emsig, ausdauernd, gewinnend, mit Humor, schmunzelnd, sicher oft seufzend, ohne dass es die anderen mitbekamen. Nun folgt, nüchtern gesagt, der Ruhestand. Keine Sorge, Sie werden nicht rasten, um zu rosten.“ Die Wahrheit dieser Worte beweist der Offizier im besonderen Auftrag Gottes weiterhin, täglich.

Hintergrund:

Malteser Hilfsdienst e.V.

Der Malteser Hilfsdienst ist mit über einer Million Mitgliedern und Förderern einer der großen caritativen Dienstleister in Deutschland. Die katholische Hilfsorganisation ist als eingetragener Verein (e.V.) und gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) bundesweit an mehr als 700 Orten vertreten. 1953 durch den Malteserorden und den Deutschen Caritasverband gegründet, steht der christliche Dienst am Bedürftigen im Mittelpunkt der Arbeit. Der ehrenamtlich geprägte Malteser Hilfsdienst e.V. ist entsprechend den Strukturen der katholischen Kirche in Diözesen gegliedert.

Der im Jahr 1920 gestiftete Ritterorden pro Merito Melitensi ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich um die Ehre und das Ansehen des Souveränen Malteser Ritterorden verdient gemacht haben. Diese Auszeichnung wird unabhängig von der Religionszugehörigkeit verliehen und ist hauptsächlich für diejenigen reserviert, die nicht Mitglieder des Ordens. Laut Baron Spies von Büllesheim handelt es sich beim verliehenen Kreuz (Offizierskreuz des Verdienstordens des Malteser Ordens pro Merito Melitensi) um eine Auszeichnung für Laien und bzw. Zivilpersonen, die für besondere Verdienste geehrt werden.

Informationen zum Orden Pro Merito Melitensi
(https://www.orderofmalta.int/de/regierung/orden-pro-merito-melitensi):

Die Grade des Ordenskreuzes pro Merito Melitensi für Laien sind:

Für Zivilpersonen:
Großkreuz pro Merito Melitensi – Sonderklasse
Großkreuz pro Merito Melitensi
Großoffizierskreuz pro Merito Melitensi
Kommandeurkreuz pro Merito Melitensi
Offizierskreuz pro Merito Melitensi (verliehen an Joachim Rudolph)
Verdienstkreuz pro Merito Melitensi

Das Kreuz des Verdienstordens pro Merito Melitensi für Geistliche unterscheidet sich durch folgende Grade. Großkreuz „pro piis meritis“ pro Merito Melitensi Verdienstkreuz „pro piis meritis“ pro Merito Melitensi.

Zu den Fotos:

Titelbild:

Joachim Rudolph mit dem Malteserorden, dem Offizierskreuz pro Merito Melitensi (Foto: Raphael Schmidt)

Fotos im Text:

Stephan Freiherr Spies von Büllesheim, Kanzler der Malteser in Deutschland,
bei der Übergabe des Ordens Pro Merito Melitensi an Joachim Rudolph
(Fotos: Malteser: Stephanie Hänsch)

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