20. November 2017

Bischof Ipolt begeht mit Obdachlosen in Senftenberg den ersten Welttag der Armen

Im Obdachlosentreff der Caritas nahe dem Markt in Senftenberg schöpft Bischof Wolfgang Ipolt am gestrigen Sonntag, am Namenstag der Heiligen Elisabeth von Thüringen – zur Mittagszeit –  Kartoffelsuppe und teilt sie an Obdachlose aus. Die stammen aus Sachsen-Anhalt, Herzberg, Senftenberg, Finsterwalde und kommen täglich in den warmen Tagestreff der Caritas, waschen sich, essen, spielen Karten, schauen fern, verbringen miteinander Zeit, bevor sie am späten Nachmittag das etwa zwei Kilometer entfernte Obdachlosenheim zum Übernachten aufsuchen.

Während des gemeinsamen Essens erzählt der Bischof  von Papst Franziskus, der im Anschluss an das Jahr der Barmherzigkeit erstmals den 33. Sonntag im Jahr, den Sonntag vor Christkönig, zum „Welttag der Armen“ ausgerufen hat und ihn fortan feiern will. Denn Franziskus will verändern, er will eine Kirche des Teilens.  Ein Zeichen setzen, das will auch Bischof Ipolt. Er kommt mit den Obdachlosen ins Gespräch, die immer mehr die Scheu vor dem Fremden verlieren. Die Wartburg in Thüringen kennen sie, die Heilige Elisabeth nicht. Sie spüren, wie wichtig dem Gast, der aus dieser Gegend stammt,  die Schutzpatronin der Caritas ist, die als Fürstin im 13. Jahrhundert die Armen mit ins Schloss genommen, sie verköstigt, medizinisch gepflegt, ihren Reichtum weggegeben hat und mit 24 Jahren gestorben ist. Inzwischen sind die Teller leer und die Männer gestärkt. Den ersten Welttag der Armen werden sie sicherlich in Erinnerung behalten.

Der vollständige Bericht von Uta Mittermaier aus Senftenberg – von ihr stammen auch die Fotos –  wird im TAG DES HERRN, Ausgabe Nr. 48 zum 3. Dezember, zu finden sein.

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