22. April 2017

Gotteslob von 80 Kinder-Stimmen in Görlitzer Synagoge

Die etwa 200 Gäste in der ehemaligen Synagoge in Görlitz mussten sich am heutigen Nachmittag etwas gedulden. Das Konzert unter dem Titel: „Musik ist Farbe nach Noten“ fing nicht gleich um 15 Uhr an. Die etwa 80 Kinder des Bistumskinderchores Dresden-Meißen und Görlitz lüfteten zunächst mit einigen Sport-Übungen ihre Lungen und tankten Kraft für ein fast 90 Minuten dauerndes Konzert. Langweilig wurde es den Menschen im Innern nicht,  konnten sie doch die fast vollständig restaurierte Synagoge, die der Stadt Görlitz gehört, bestaunen.

„Wir sind in Gottes Namen hier zusammengekommen. Gabriele Kretschmer, Referentin im Seelsorgeamt des Bistums Görlitz, die das Konzert moderiert, begrüßt auch im Namen ihres Dresdner Kollegen, Stephan Schubert, die Gäste, die aus Hoyerswerda, Wittichenau, aus Pirna und Leipzig und anderen Orten  nach Görlitz gekommen sind. Den weitesten Weg hatte wohl ein Gast, der von aus Griechenland kam.

Von Dienstag an probten die  Musikern Martin S. Müller und Friedemann Wutzler selbst komponierte und recht anspruchsvolle Lieder ein, teils geistliches Liedgut, teils lebensnah aus Kindersicht, dazu auch fremdsprachige Lieder. Viele Themen wurden angesprochen: Umwelt, Menschen auf der Flucht, Mitmenschlichkeit… Der Funke ist von den Musikern auf die Kinder und von diesen auf das Publikum übergesprungen – das konnte nicht übersehen und nicht überhört werden.

Zweimal jährlich kommen sangesfreudige Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren zusammen, zumeist in den Oster- und Herbstferien. Auf Kirchentagen, Bistumsveranstaltungen trat der Chor ebenso auf, wie bei der Bundeskanzlerin und beim „Pilgerzug der Kinder“ auf der Via Regia im Jahr 2011 auf dem von Zuschauern gefüllten Untermarkt in Görlitz.

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