6. Januar 2017

König und Bischof Wolfgang Ipolt segnet vom Morgen bis zum Abend am Drei-Königs-Tag in der Europastadt

Mit einem Hirtentanz auf der Bühne vor der Dreifaltigkeitskirche auf dem Görlitzer Obermarkt beginnt der diesjährige ORSZAK TRZECH KRÓLI – der Zug der Heiligen drei Könige – durch die Europastadt Görlitz.

„Zum vierten Mal machen wir die Weihnachtsbotschaft in unserer Stadt durch den ,Zug der drei Könige’ bekannt. Es ist schön, dass sich so viele wieder auf den Weg gemacht haben – nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, und auch Gäste, die gerade in unserer Stadt sind. Gott ist Mensch geworden für alle – nicht nur für Christen. Darum gibt es Weihnachten und auch dieses heutige Fest am 6. Januar”, sagt Bischof Wolfgang Ipolt in seiner Ansprache, die auf die erste Spielszene folgt, in der Kinder und Jugendliche die Weihnachtsgeschichte darstellen. „ Man kann sich nur darüber freuen, dass sich Gott sehr für uns Menschen interessiert. Er will uns nicht allein lassen, sondern uns in allem nahe sein – in Freude und Leid. Dieser Freude geben wir Ausdruck, wenn wir durch die Straßen unserer Doppel-Stadt ziehen und durch Lieder und Spiel davon erzählen. Schön ist es vor allem, dass wir dies gemeinsam tun – Polen und Deutsche und damit auch unsere Freundschaft vertiefen”, sagt der Bischof und dankt allen die diesen Zug vorbereitet haben. Er hofft,  „dass viele, die heute dabei waren, von der Freude über die Geburt Christi angesteckt werden. Denn heute sind wir die drei Könige (darum haben viele Kronen auf dem Kopf) – wir haben uns auf den Weg gemacht, anderen von dieser Freude zu erzählen. Gott segne alle Bewohner aus Zgorzelec und Görlitz und er möge sie immer den Stern von Betlehem sehen lassen!”, sagt der Bischof zu den Menschen vor der Bühne, die zumeist aus Zgorzelec stammen. Begleitet von Tieren des Tierparks Görlitz geht es in drei Gruppen, farblich  in grüne, rote und blaue Gewänder gekleidet,  zur Altstadtbrücke. Dort haben die Sternsinger das Wort, nicht nur das gesprochene. „Seht ihr unsern Stern dort stehen…“, nach diesem Lieder der Sternsinger wird der Segen „an die Brücke geschrieben“. Das geschieht durch Klebe-Buchstaben und Ziffern, die an Pollern befestigt werden. Erstmals wird auf diese Weise auf den Segensspruch: C + M + B (Christus mansionem benedicat – übersetzt: Christus segne diesen Ort) hingewiesen. „Heller Stern in der dunklen Nacht…“, mit diesem Lied ziehen die Sternsinger den vielen anderen Königen hinterher auf die polnische Seite der Europastadt. Gleich danach ist die nächste Station. Die Texte sind zumeist auf Polnisch und Deutsch; es gibt neben den Kronen und Aufklebern Hefte, in denen die Texte in beiden Sprachen stehen. Am Dom Kultury – dem Kulturhaus von Zgorzelec, endet der Zug. Im nächsten Jahr wird er dort beginnen – und die beiden Teile der Europastadt wieder verbinden.

Am Morgen des Feiertages segnete Bischof Ipolt zum ersten Mal während der Heiligen Messe im St. Otto-Stift Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariates. Daran schloss sich der Haussegen in den Räumen dieses Hauses, danach in denen des Bischöflichen Ordinariates. Nach dem Drei-König-Zug erteilte der Bischof den letzten Segen des Tages am Ende der Eucharistiefeier am Abend, in der Kathedrale St. Jakobus in Görlitz. Die Predigt im Wortlaut ist hier.

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