13. Februar 2016

„Ich sehe eine Pflicht zur Nächstenliebe!“ – Gas-Explosion führt zu Tragödie für eine Familie aus dem Bistum


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„… Lass ihn ruhen in deinem Frieden“. Diese Fürbitte am vorigen Sonntag am Ende der heiligen Messe in der Pfarrei Heiliger Wenzel in Görlitz betraf einen Dreijährigen. Infolge einer Gas-Explosion ist er ums Leben gekommen. Seine siebenjährige Schwester wurde mit schwersten Verbrennungen in eine Klinik in Berlin geflogen, die Mutter liegt ebenso schwerstverletzt in einem Leipziger Krankenhaus. Per Not-Kaiserschnitt kommt zuvor, im Klinikum Görlitz, ihr fünftes Kind zur Welt. Der Vater und die beiden elf- und neunjährigen Kinder sind mit leichteren Verletzungen vergleichsweise glimpflich davongekommen. Der Hausrat der aus Polen stammenden Familie, die zur Pfarrei Heiliger Wenzel in Görlitz gehört, ist völlig zerstört. Das Unglück ereignete sich am 3. Januar: Das Thermometer zeigt fast minus zehn Grad Celsius. Im Wohnhaus der Familie ist es kalt. Heizung gibt es noch nicht. Im Haus wird saniert. Geheizt werden soll mit Propangas. Dabei kommt es zur Explosion. Inzwischen sind einige Wochen Vergangen. In den Vermelde-Blättern der Pfarrei stand am vergangenen Wochenende: „Dank und Spendenaufruf: In der vergangenen Woche baten wir um Spenden für den neugeborenen Wiktor, dessen Familie (zu unserer Pfarrei gehörig) durch eine Explosion in der eigenen Wohnung verunglückte. Wiktor ist seit dem 29. Januar in Polen und wird nun von Verwandten betreut. Die gespendeten Babysachen konnten mitgeschickt werden. Herzlichen Dank!“. Pfarrer Norbert Joklitschke sagt: „Wir wollen weiter helfen und auch über Spenden die Begleitung der Familie mitfinanzieren. Die Mutter kann sich wegen der Verbände nicht bewegen, nur ihre Augen sind frei. Ihre siebenjährige Tochter wurde nach dem Unfall in eine Berliner Klinik gebraucht. Am 10. Februar konnte sie von dort nach Bad Klosterlausitz verlegt werden, wo ihr Vater ist. Mit den beiden und anderen Familienangehörigen kommt die Mutter nur in Kontakt, wenn ihr jemand ein Telefon hält oder ihr Tablet-PC, damit sie ihre Kinder ab und zu via Skype sieht.“ Der Bruder der Mutter hält den Kontakt zwischen den Verletzten und der Familie, die mehrere hundert Kilometer weit in Polen lebt. „Das Hin- und Herfahren und die Übernachtungen kosten viel Geld. Wir richten einen Fonds ein. Das Bistum unterstützt mit 1000 Euro. Auch wir wollen helfen. Spendenbescheinigungen können wir zwar nicht ausstellen. Das geht nur für kirchliche Zwecke im engeren Sinn. Aber Unterstützung wird länger nötig sein – auch bei einem Neuanfang der Familie. Ich sehe für uns eine Pflicht zur Nächstenliebe“, sagt der Pfarrer. Was aber mindestens ebenso wichtig ist: „Die Angehörigen bitten noch vor materieller Unterstützung um das Gebet!“ In der polnischen Gemeinde in Leipzig hat sich spontan ein Gebetskreis gebildet; dort wird auch zu Sachspenden (Kleidung und Spielzeug) für alle Kinder der Familie aufgerufen.

Generalvikar Dr. Alfred Hoffmann sagt: „Der schwere Unfall, der sich am dritten Tag des neuen Jahres in Görlitz ereignet hat, hat auch mich betroffen gemacht. Von einer Sekunde zur nächsten war für eine Familie aus einer Pfarrei unseres Bistums nichts mehr so, wie es zuvor war. Einige der schweren Verletzungen an Leib und Seele werden  schwer heilen. Ein Kind oder eines seiner Geschwister zu verlieren, ist furchtbar. Es bleibt eine Lücke in der Familie, die nicht geschlossen werden kann. In einer solchen Situation großer Not ist schnelles und solidarisches Handeln erforderlich. Darum wurde entschieden, Geld des Bistums zur Verfügung zu stellen. Damit soll Sofort-Hilfe möglich werden, um das Leid ein Stückweit lindern zu helfen. Wer dabei mithelfen kann und will, ist dazu herzlich eingeladen. Dankenswerterweise organisiert die Pfarrei Heiliger Wenzel in Görlitz dies, gemeinsam mit Helfern vor Ort.“

Weitere Informationen: Pfarrei Heiliger Wenzel, Görlitz, Telefon: 0 35 81 / 40 67 30, E-Mail: pfarrei@wenzel-gr.de,                   www.wenzel-gr.de

Das Konto der Pfarrei Hl. Wenzel für Überweisungen ist:

DE05750903000008286647, Stichwort: Nadia

(Formgerechte Spendenquittungen für das Finanzamt sind in diesem Fall leider nicht möglich.)

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