25. August 2015

Pontifikalrequiem für verstorbenen Pfarrer i. R. Geistlichen Rat Winfried Steffen – mit anschließender Beisetzung in Jauernick

102 Jahre wurde er alt, am 17. August starb

Pfarrer i. R. Geistlicher Rat Winfried Steffen.

Am heutigen Vormittag feierte Bischof Wolfgang Ipolt, im Beisein von etwa 200 Gläubigen, darunter 30 Priestern, ein Pontifikalrequiem für den Verstorbenen.

In seiner Predigt wies Prälat Bernd Richter, der in den 1970-er Jahren bei Pfarrer Steffen in Guben Kaplan war, darauf hin, dass der im Kaiserreich geborene Steffen, der mehrere Vertreibungen und Diktaturen erlebt hat, 77 Jahre lang Priester war, „mehr als viele von uns Lebensjahre haben“. Pfarrer Steffen, so Prälat Richter weiter, war „gegründet im tiefen Fundament des Glaubens an Christus. Er baute Gemeinde. Einige von denen, die dazu gehörten, vergaßen oder verleugneten den Glauben, er erlebt aber auch, dass Menschen zu ihm kamen, den Glauben zu finden“. Prälat Richter erinnerte an eine Primizpredigt, in der Pfarrer Steffen drei Punkte nannte: Als erstes müsse der Priester ein hörendes Herz haben, das zuerst auf Gott hört, dem Spruch gemäß: Rede Herr, dein Diener hört. Als Zweites müsse der Priester eine segnende Hand haben, in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit zusammenfügen, was getrennt ist. Und Drittens müsse der Priester einen Gott lobenden Mund haben. Das tägliche Gebet, die tägliche Feier der Heiligen Messe und das tägliche Gebet des Rosenkranzes gehörten dazu. „Leider ist dies mitunter in Vergessenheit geraten. Nicht bei Pfarrer Steffen. Er praktizierte dies bis zuletzt“, so Richter. Die Frage Warum stellte auch Pfarrer Steffen. Bei ihm lautete sie in letzter Zeit so: „Warum lässt mich der Herr so lange warten: Die Meinen warten doch schon auf mich“. Prälat Richter schloss seine Predigt mit dem Satz: „An die ewige Liebe Gottes hat er geglaubt; er hat sie uns vorgelebt. Soll er nun schauen, was er geglaubt hat, Amen“.

Im Anschluss an das Requiem wurde der Verstorbene auf dem Friedhof in Jauernick beigesetzt.

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